Roboter-AGs bereiten sich auf ihre Olympiade vor

Wettbewerb steigt Samstag

Schön bunt sieht er aus – mit seinen vielen Steinchen und Rädchen. Doch ums Aussehen geht es hier nicht: Funktional muss er sein und Aufgaben erfüllen können. „Ganz schön knifflig, so ein kleiner Roboter“, sagt auch Dietmar Kemper. Er leitet die Roboter-AG an der Herta-Lebenstein-Realschule – und seine Schützlinge bereiten sich gerade auf einen großen Wettbewerb vor.

STADTLOHN

, 06.05.2015, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mittlerweile sind wir schon total nervös“, so Max. Der Zwölfjährige besucht gemeinsam mit seinem Namensvetter Max, Jannick und David die 6b der Schule. Bei der Roboter-AG mischen sie bereits seit der fünften Klasse mit, der Wettbewerb an diesem Samstag, 9. Mai, ist allerdings ihr erster – und die Anspannung steigt. „Einige Fehler müssen noch ausgebessert werden. Aber das kriegen sie schon hin“, so Schulleiter Stefan Wichmann.

Austragungsort der so genannten World Robot Olympiad (Welt Roboter Olympiade, WRO) ist seit drei Jahren die Herta-Lebenstein-Realschule selber. In diesem Jahr treten 35 Teams aus 19 Schulen Nordrhein-Westfalens und den Niederlanden an, die sich für das Deutschlandfinale qualifizieren können. Dietmar Kemper: „Insgesamt gibt es rund 120 Teilnehmer.“

Zwei Kategorien

Das Team der vier Sechstklässler bereitet sich schon seit Anfang des Jahres auf den großen Tag vor. Denn im Februar wurden die zu bewältigenden Aufgaben veröffentlicht, die je nach Altersklasse und Kategorie unterschiedlich sind.

Grob wird zwischen der Regular Category (Regelmäßige Kategorie) und der Open Category (Offene Kategorie) differenziert, wie David erklärt: „Wir treten in der Regular Category für die jüngste Altersklasse an. Das heißt, wir bauen und programmieren einen Roboter, der dann auf einem Parcours verschiedene Aufgaben lösen muss. Etwa Farben erkennen und Gegenstände transportieren.“

Perlentauchen simulieren

Das bedeutet: Der Roboter muss auf dem Feld liegende Legosteine ansteuern und je nach Farbe, kleine Ping-Pong-Bälle abwerfen. Die Aufgabe heißt ‚Perlentauchen‘ und soll simulieren, wie der Roboter den Meeresboden erforscht. „Wenn der Roboter zum Beispiel einen grünen Stein entdeckt, wirft er zurück in dem als Land gekennzeichneten Bereich des Parcours‘ einen Ball, also eine Perle, ab“, so Lehrer Kemper.

Zusammenbau und Programmierung erfolgen dann erst vor Ort beim Wettbewerb – und zwar ohne Anleitung oder Spickzettel. „Aber das haben wir sehr oft geübt“, sagt Max.

Lego Materialien

Noch komplizierter wird es nur in der Open Category. Denn zusätzlich zu den gängigen Lego Materialien dürfen hier auch andere Gegenstände verwendet werden – etwa Holz und Plastik. „Außerdem müssen die Teams einen Kurzfilm über ihr Projekt drehen. Darauf bin ich schon sehr gespannt“, so Kemper.

Die World Robot Olympiad (zu deutsch: Welt Roboter Olympiade, kurz: WRO) ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 19 Jahren.
Dadurch soll den Schülern der Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern erleichtert werden.
Der Wettbewerb an der Realschule ist der größte deutsche von insgesamt 19 regionalen Austragungen im Bundesgebiet.
35 Teams aus Nordrhein-Westfalen und aus den Niederlanden treten am Samstag, 9. Mai, in Stadtlohn an.
Sie haben die Chance, sich für das Deutschlandfinale im Juni in Dortmund zu qualifizieren.
Der Wettbewerb findet im Zusammenhang mit dem „Tag der Robotik und der naturwissenschaftlich-technischen Phänomene“ an der Schule statt.
Besucher sind von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr an der Burgstraße 38-42 willkommen.

 

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