"Rockwasser" für die Ohren

Stadtlohn Humor gehört bei den Jungs der Band "Rockwasser" aus Asbeck dazu. Ihr deutschsprachiger Punk-Rock stammt in Text und Ton aus der Feder von Bandmitglied Matthias Bonnefeld. Also heißt es auch nicht Vocals oder Drums, erklärt der Manager Martin Finnah lachend, sondern Gesang und Schlagzeug.

16.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum zweiten Mal machten sie die Stadtlohner Musikszene unsicher mit einem Auftritt im Havanna's, in Stadtlohn eher bekannt als "Rhabarber-Schnaps-Kneipe", ergänzt auch hier lachend Finnah als Sprachrohr der Band. Was so hochprozentig klingt, hat sich seit Jahren als Auftrittsort für viele Bands einen einprägsamen Namen gemacht. Nur an diesem Abend kamen die Stadtlohner erst spärlich, dann zahlreicher, dafür aber recht spät.

Für die Musiker bedeutete dies kein Problem, denn auch gegen Mitternacht waren sie Garant für heiße Musik, die von vielen Zuhörern begeistert aufgenommen wurde. In gemütlicher Runde brachten sie sich mit lustigen Anekdoten aus ihrer kurzen Erfolgsgeschichte auf Touren.

Glücksgriff

2001 hatten fünf Asbecker beschlosen, eine Band zu gründen - als Gegenpart zur Blasmusik. Ein Instrument spielte bis dahin jedoch keiner von ihnen. Alexander Völker legte sich als erster ein Schlagzeug zu. 2002 hatten auch die Brüder Matthias und Michael Bönnefeld ihre Gitarren und übten fleißig. Es war das Jahr der musikalischen Gründung mit zunächst drei Musikern. 2004 stieß Jörg Woltering hinzu, von Finnah als Glücksgriff bezeichnet. Denn er brachte bereits musikalische Erfahrungen mit. Unter dem Namen "Rockwasser" gingen sie am 11.11.2004 offiziell an den Start. Der größte Erfolg bisher: der zweite Platz auf dem Song-Contest in Reken im März - bei immerhin zehn Bewerbern. Nach vielen Vorschlägen fiel auf einer Probe der heutige Name "Rockwasser".

Auch hier erweist sich Finnah als kenntnisreicher Biograf der Jungs. Denn er weiß noch genau: Eine Probe, die mit einem billigen Gebräu bestritten wurde, war der Grund. Die gelang so gut, dass konnte nur an "dem Rockwasser unter den Bieren" gelegen haben, verriet Finnah immer noch amüsiert über den Geistesblitz. Er prangt seitdem auf T-Shirts und auf ihren CD's.

Berauschend

Fans der Gruppe outeten sich auch damit beim Konzert in Stadtlohn. Politische Texte bekamen die Zuschauer nicht zu hören. Berauschend heftig und aggressiv war dennoch der Sound, der zum Punk-Rock dazugehört, gespielt von vier symphatischen Jungs. Elvira Meisel-Kemper

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