Schleife aussetzen

Bauausschuss

Aufgeschoben ja, aufgehoben aber nicht: Wenn sich Hauptausschuss und Rat dem Votum aus dem Bauausschuss anschließen, kann schon bald wieder der Verkehr über den Markt in Stadtlohn rollen.

STADTLOHN

08.11.2011, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Dufkampstraße in Stadtlohn: Dass die Schleifenlösung sich auch dort auswirkt - und zwar negativ - berichten Anlieger, die dort Geschäfte betreiben. Jetzt hat sich der Bauausschuss dafür ausgesprochen, die Sperrmaßnahmen am Markt zunächst auszusetzen.

Die Dufkampstraße in Stadtlohn: Dass die Schleifenlösung sich auch dort auswirkt - und zwar negativ - berichten Anlieger, die dort Geschäfte betreiben. Jetzt hat sich der Bauausschuss dafür ausgesprochen, die Sperrmaßnahmen am Markt zunächst auszusetzen.

Ludger Brockherde (SPD) warf der Kaufmannschaft vor, seit Jahren jeden Schritt verhindern zu wollen, mit dem der Autoverkehr in der Stadtlohner Innenstadt verringert werden solle. Er betonte, dass andere mögliche Faktoren nicht berücksichtigt worden seien, die zu den beklagte Umsatzeinbußen geführt hätten. Die Schleifenlösung stelle einen Kompromiss dar, und der Wille der Bevölkerung dürfe nicht ignoriert werden. Er forderte, die Sperrung mindestens ein Jahr aufrecht zu erhalten, um die Auswirkungen beurteilen zu können. Mit dieser Auffassung konnte sich die SPD im Bauausschuss allerdings ebenso wenig wie die FDP, deren Forderung auf das Gegenteil zielte – die sofortige Aufhebung der Schleifenlösung. „Diese Neuerung wird offensichtlich nicht angenommen“, sah Michael Knuf für die Liberalen wenig positiven Effekt durch die Sperrmaßnahmen am Markt. Wie Ellers sah er es auch als Voraussetzung dafür an, dass zuerst die Maßnahmen aus dem IHK greifen müssten, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. „Das haben wir falsch entschieden“, warb er – erfolglos – um eine Mehrheit für den FDP-Antrag.

Die UWG-Fraktion mochte sich am ehesten der Haltung der CDU anschließen. „Wir wollen die Entscheidung für die Schleifenlösung weiter mittragen“, sagte Martin Kömmelt. Sie fruchte aber nicht, wenn das Drumherum noch fehle. Er sprach sich dafür aus, im weiteren Entscheidungsprozess über die einzelnen Schritte zur Gestaltung der Innenstadt die Bürger an einem runden Tisch einzubinden. „Alle wollen eine lebendige Innenstadt. Das ist bei den Veranstaltungen mit der Öffentlichkeit ganz deutlich geworben“, bemühte sich Bürgermeister Helmut Könning um einen gemeinsamen Nenner aller Interessensgruppen: „Wir sollten alle Argumente ernst nehmen und sorgfältig prüfen.“ Er würde es begrüßen, die Sperrungen jetzt zunächst auszusetzen, um die Fragen der baulichen Gestaltung und der Verkehrsplanung zu klären: „Und es ist sicherlich richtig, die Bürger dabei einzubeziehen.“

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt