Sozialamt von Stadtlohn blickt auf ein gutes Jahr zurück

Tendenz zur Steigerung

Beim Generations-, Integrations- und Sozialausschuss der Stadt Stadtlohn wurde der Jahresbericht des Sozialamtes aus dem Jahr 2015 vorgelegt. Im Gespräch mit Sozialamtsleiter Ludger Wilmer bekommen die nackten Zahlen auf der Liste der Statistik eine Bedeutung.

STADTLOHN

, 28.06.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

550 Leistungsbezieher nach dem Zweiten Gesetzbuch (SGB II), bekannt als Hartz IV, gab es im Jahr 2015 in der Stadt Stadtlohn. Noch ein Jahr zuvor war die Zahl etwas niedriger. Da lag sie bei 522. Doch diese Entwicklung ist noch lange kein Grund zur Sorge, sagt Sozialamtsleiter Ludger Wilmer. „Das ist noch ein niedriges Level. Unser Anteil an den Leistungen nach dem SGB II an der Gesamtbevölkerung ist sehr gering.“

Und auch sonst gibt es nicht viel zu beklagen beim Sozialamt. Viel hat sich nicht verändert im Vergleich zum Jahr 2014, die Zahlen seien konstant geblieben „mit einer Tendenz zur Steigerung“, so Wilmer. Der Sozialamtsleiter vermutet , dass im nächsten Jahr die Zahl der Menschen, die SGB II beziehen, steigen wird. Denn: Viele Flüchtlinge werden nach den laufenden Asylverfahren eine Aufenthaltserlaubnis bekommen und somit ebenfalls Hilfen beanspruchen.

Arbeitslosenzahlen

Eine sehr gute Entwicklung gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit zu vermelden. Die Zahl der Arbeitslosen ist von 169 im Jahr 2014 auf 132 im Jahr 2015 zurückgegangen. „Die profitieren natürlich von einer guten Arbeitsmarktentwicklung“, so Wilmer.

Erfreut ist er ebenfalls über die Zahl der Personen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt im Jahr 2015 integriert werden konnten. Sechs Stadtlohner mehr als 2014 haben 2015 eine passende Arbeitsstelle gefunden. „Ich bin zufrieden mit der Vermittlung. Das kann sich schon gut sehen lassen.“ Die Zahl der Arbeitslosen sei in Stadtlohn im Vergleich zum Kreisgebiet niedrig, berichtet Sozialamtsleiter Wilmer.

Die Ausgaben für die Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) seien in den beiden Jahren leicht rückläufig. „Seit 2011 werden bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft berücksichtigt“, heißt es in der Vorlage. Der Rückgang der Zahlungen liegt vor allem bei den Menschen, die Wohngeld gleichzeitig mit den Leistungen für BuT beziehen. „Das wird nächstes Jahr anders aussehen“, sagt Ludger Wilmer. „Im Jahr 2016 werden bedeutend mehr Stadtlohner Wohngeld beziehen können: Seit dem 1. Januar 2016 gibt es nämlich mehr Wohngeld.“

Im Bereich der freiwilligen Leistungen der Stadt Stadtlohn nennt Ludger Wilmer die Betriebskosten, also die Trägeranteile der Kommune für die Kindergärten als Beispiel. Das Sozialamt beteiligte sich an den Kosten mit zuletzt 307 000 Euro. Diese Kosten steigen leicht, da auch die Personalkosten in den Kindergärten steigen.

Positives Fazit

Wenn Sozialamtsleiter Ludger Wilmer auf das Jahr 2015 zurückblickt, ist er positiv gestimmt. „Gesamt betrachtet sind die Zahlen vergleichbar mit denen aus dem Vorjahr. 2016 werden sie sich bemerkbar erhöhen, wenn die Geflüchteten anerkannt werden und in die Leistungen aufgenommen werden.“

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