Sprayer beschmieren Pavillon im Losbergpark

Bald wieder Minigolf

Eine gute und eine schlechte Nachricht aus dem Losbergpark. Die gute: In diesem Jahr rollt wieder der Minigolfball. Die Bahn, die im letzten Jahr brach lag, hat einen neuen Pächter. Und die schlechte Nachricht: Sprayer haben den soeben frisch gestrichenen Pavillon der Minigolfbahn über und über mit Beleidigungen beschmiert. Und das nicht zum ersten Mal.

31.03.2017, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das ist eine Sauerei!“ Bernhard Frieling findet deutliche Worte. Täglich spaziert er mit seinem Hund durch den Losbergpark. Anfang der Woche freute er sich noch über den frisch gestrichenen Pavillon. Gestern aber waren die Wände wieder mit Graffitis übersät.

Der Spaziergänger schüttelt verständnislos den Kopf: „Der Losbergpark sollte doch ein Aushängeschild für die Stadt sein, ein Treffpunkt auch für Familien und Kinder – und dann sieht es hier so aus.“ Dabei, so die Beobachtung von Bernhard Frieling, geben sich Gärtner und Mitarbeiter des Bauhofs viel Mühe, den Losbergpark attraktiv zu gestalten. Fachbereichsleiter Hermann Kösters und Dr. Uwe Spickermann von der Stadtverwaltung schildern die Wochenchronik: „Unser städtischer Maler hat am Anfang der Woche ein kleines Graffiti am Pavillon der Minigolfbahn übermalt und den Pavillon neu gestrichen.“

Wand blieb nicht lange weiß

Die noch „sehr jugendlichen“ Täter, die dieses erste Graffiti verursacht haben, seien bekannt. „Unser Jugendwerk nimmt sich in eigener Regie dieser Jugendlichen an und zieht sie zur Verantwortung. Deswegen ist hier kein Strafantrag gestellt worden“, so Hermann Kösters. Der städtische Maler schwang erneut Pinsel und Rolle. Doch die Wände blieben nicht lange weiß. Wieder schlugen Sprayer zu. Dieses Mal allerdings in sehr viel massiverer Art und Weise. Hermann Kösters: „Wir vermuten, dass die Täter dieses Mal älter waren.“

Belohnung ausgesetzt

„Manch ein Bürger, der das sieht, denkt vielleicht: ,Warum beseitigt die Stadt die Schmierereien nicht?‘ Der Bürger kann ja nicht wissen, dass der Maler in einer Woche schon zweimal da war“, sagt Uwe Spickermann. Und er fügt hinzu: „Das kostet ja nicht nur den Steuerzahler unnötig Geld. Es ist auch frustrierend für unsere städtischen Mitarbeiter, wenn ihre Arbeit nicht respektiert wird.“

Wegen der „Massivität und der Dreistigkeit“, so Hermann Kösters, habe die Stadt Stadtlohn einen Strafantrag gestellt. „Und wir wollen auch zeigen, dass wir diesen Vorfall sehr ernst nehmen. Darum lobt die Stadt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 200 Euro aus.“ Hinweise nimmt die Polizei in Ahaus unter Tel. (02561) 92 60 entgegen.

Minigolf ab dem 1. Mai

Neues Spiel, neues Glück: Ab dem 1. Mai rollt im Losbergpark wieder die Kugel auf 18 Bahnen. Die Minigolfanlage wird nun nach einer mehr als einjährigen Pause wieder reaktiviert. „Ja, wir haben einen neuen Pächter gefunden“, bestätigte gestern Rathausmitarbeiterin Carmen Hornhues auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Der neue Pächter, so Carmen Hornhues, übernehme auch die Cafeteria im Frei- und Hallenbad. Und er hat Erfahrung. Der aus Ahaus stammende Pächter führe bereits die Gastronomien in den Bädern in Alstätte und Gescher. „So lassen sich Synergien nutzen“, erklärt Carmen Hornhues. 

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