Spurensuche zum Mitmachen

"Stadtlohn - voll Gott!"

Es herrscht Enge in Raum D13 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Eigentlich würde Birgit Prangenberg ihre Klasse gerade in Religion unterrichten. Eigentlich, denn Schüler und Lehrer verschiedener Stadtlohner Schulen machen sich an diesem Donnerstagmittag auf Spurensuche. "Stadtlohn - voll Gott!" heißt das Projekt, in dem sich nicht nur die Schüler auf kreative Art der Frage nähern: "Wie kann ich Gott begegnen?"

STADTLOHN

, 12.03.2015, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Initiiert wurde das Projekt vom Kreis der Religionslehrer in Stadtlohn, dem auch Birgit Prangenberg angehört. "Wir suchen Gott in Stadtlohn und sind erfreut, dass so viele Verbände und Einzelpersonen sich beteiligen", sagt sie.

Nicht nur ihr Religionskurs am GSG, auch Schüler der St. Anna-Realschule, der Herta-Lebenstein-Realschule und der Hilgenbergschule sind gestern zusammengekommen, um ihre Arbeiten zu präsentieren.

Der Religionskurs der Einführungsphase Klasse 10 des GSG und die Klasse 2 der Hilgenbergschule widmeten sich in einem Beitrag gemeinsam der Frage: "Wo kann ich in Stadtlohn Gott konkret begegnen? Dazu trafen sich die Schüler an jeder Schule einmal. "Durch eine Vorstellungsrunde sind wir schnell mit den jüngeren Schülern ins Gespräch gekommen. Wir haben viele Gemeinsamkeiten bei unseren Hobbys wie Fußball und unserem Lieblingsessen festgestellt", erklärt Maxi Rhein aus dem Religionskurs der Einführungsphase.

Bart und lange Haare

Interessant war für die älteren Schüler die Sichtweise der Grundschüler auf Gott. "Lange Haare, Bart, so habe ich mir ihn früher auch immer vorgestellt", erinnert sich Rhein. Lehrerin Prangenberg gab ihren Schülern Brückensätze mit an die Hand. Wo kann ich Gott in der Natur begegnen oder im Gesicht eines Menschen, lauteten die Ansätze, über die die älteren Schüler auch mit den Jüngeren sprachen. Lukas Walczak und Tom Anschlag aus dem Relikurs begleiteten das Projekt mit der Kamera. Sie fotografierten die Texte und Bilder ihrer Mitschüler ab, die sie zu ihrem Brückensatz erstellt haben. Der Film wird im Rahmen einer Ausstellung in der St.-Otger-Kirche präsentiert.

Dort wird dann auch die Arbeit der achten Klasse der St.-Anna-Realschule zu sehen sein. Schüler haben aus Lego Szenen der Bibelgeschichte nachgestellt, diese dann fotografiert und als Cartoon mit Sprechblasen versehen - so entstand ein kleines Bibelheft. Die Teilnehmer der Herta-Lebenstein-Realschule nahmen ihr Schulgebäude unter die Lupe. "Wo können wir Gott da finden", warf die 14-jährige Anna die Frage auf.

Die Mitwirkenden der St.- Anna-Realschule stellten fest, dass auch in ihren Händen Spuren erkennbar sind. "Hände, handeln, Gott im gemeinsamen Handeln erfahren", führte Stefan Jürgens aus. Der Pfarrer von St. Otger war Beobachter der Präsentationen und stellte erfreut fest, "dass das Projekt viel Zustimmung bekommen hat und aus so vielen kreativen Beiträgen besteht." "Vielleicht gibt es ja bald sogar einen Gruß und die Leute fragen sich: Bist du auch voll Gott?", bemerkte er lachend.

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