Stadt fördert Betreuung

Stadtlohn Die Förderung bleibt, doch ihr Adressat hat sich geändert: Nicht mehr der Caritasverband, sondern die Aktion Familie in Not erhält durch die Stadt künftig einen Zuschuss für die Betreuung Älterer.

09.07.2007, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Hintergrund: Bislang traten Caritas und Aktion Familien in Not dabei eng verzahnt auf. Doch die Aufgabenfelder unterscheiden sich zunehmend. So versorgt die nebenamtliche Familienpflege der Aktion Familie in Not ausschließlich ältere Menschen. Im Unterschied dazu steht die hauptamtliche Familienpflege - sie ist erforderlich, wenn in einer Familie die Hausfrau oder Hausmann erkranken. In diesem Fall übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Die Förderung dafür liegt beim Kreis Borken. Vor diesem Hintergrund schließt sich nun Stadtlohn den Nachbarkommunen Vreden und Südlohn an: Sie zahlen keine Zuschüsse für die Familienpflege an den Caritasverband.

Dass dies bislang anders aussah, lag an einem besonderen Umstand: Beim Caritasverband gibt es noch bis Ende des Monats eine Koordinationsfachkraft. Sie steuerte den Einsatz der geringfügig beschäftigten oder ehrenamtlich tätigen Helferinnen, die wiederum für Familie in Not bedürftige ältere Menschen unterstützen.

Diese Aufgabe soll sie jetzt nebenamtlich bei der Aktion Familie in Not fortsetzen. Denn nur so könne der Verein die Aufgabe schultern, die bisherige Form der Betreuung Älterer fortzusetzen. Der Bedarf dazu sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, berichtete die Verwaltung jetzt in der Ratssitzung.

Deshalb beschloss nach dem Sozialausschuss nun auch der Rat, die dafür erforderlichen Fördermittel entsprechend «umzuleiten»: Der Zuschuss richtet sich dabei nach den geleisteten Hilfestunden durch die Betreuerinnen. Der Schlüssel: 50 Cent je Stunde, begrenzt auf höchstens 20 000 Stunden im Jahr. Gleichzeitig stellt die Stadt die Zahlungen an den Caritasverband ein. to

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