Stadtbild geprägt

Stadtlohn Den 1907 gegründeten Gemeinnützigen Bauverein hat Stadtarchivar Ulrich Söbbing zum Inhalt des «Dokument des Monats» gemacht, zu sehen in einer Vitrine im Foyer des Rathauses.

08.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hier der zweite Teil der Historie: Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden insgesamt 89 Häuser vor allem in den Straßen Görkeskamp, Schanzring, Bergstraße, Tillystraße, Butenstadt und Kapellenstraße erstellt. Den Bauwilligen war es freigestellt, ihren Bauplatz selbst zu suchen oder zu beschaffen, so dass eine aus sozialer Sicht gewünschte Mischung mit anderen Ansiedlungen erreicht wurde. Von den Häusern wurden 23 durch Bomben ganz oder teilweise zerstört, bis auf eines aber alle wieder aufgebaut.

Nach Kriegsende ergriff der Gemeinnützige Bauverein erneut die Initiative im sozialen Wohnungsbau. Am 9. Juni 1951 vollzog der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Textilfabrikant Franz Cohaus, den ersten Spatenstich für den Baubeginn in der neuen Siedlung Hegebrock-Esch, wo in mehreren Bauabschnitten insgesamt 59 Siedlerstellen errichtet wurden. Es handelte sich um das größte Projekt des Bauvereins, der damit den südlichen Stadtteil prägte. Als Geschäftsführer war seit 1949 Stadtrentmeister Lutz Rotterdam tätig, ihm folgte im Jahre 1959 der Leiter der Stadtwerke Stadtlohn, Wilhelm Kiehne.

In den 1960er Jahren zeigte sich, dass der kleine Bauverein mit seinen zuletzt 137 Mitgliedern unter den geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seine Aufgabe nicht mehr erfüllen konnte. Er schloss sich 1968 der Kreis-Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft Ahaus an. Noch heute prägen die Gebäude des einstigen Bauvereins einige der Straßenzüge Stadtlohns.

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