Elternarbeit, Jugendschutz, Streitschlichtung – die Aufgaben der Schulsozialarbeiter sind vielfältig. © picture alliance / dpa
Schulsozialarbeit

Stadtlohn investiert zusätzliches Geld in die Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium und an der Herta-Lebenstein-Realschule wird aufgestockt. Die Kosten dafür muss die Stadt Stadtlohn alleine tragen.

Der Beschluss kostete die Stadt 60.000 Euro im Jahr. Dennoch wurde nicht lange diskutiert. Die Aufstockung der Schulsozialarbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium und an der Herta-Lebenstein-Realschule sahen am Mittwoch alle Ratsfraktionen als notwendig an.

Erhöhter Bedarf durch die Corona-Pandemie

Schon im März hatten die Schulleiter beider Schulen, Jochen Wilsmann und Stefan Wichmann, im Schul- und Bildungsausschuss die Bedeutung der Schulsozialarbeit hervorgehoben: von der Streitschlichtung über Elternarbeit, Jugendschutztage, Integration, Medienscouts und Schulwechsler-Betreuung bis hin zur Suchtprävention. Die Corona-Pandemie habe den Bedarf eher noch erhöht, so die Schulleiter.

2020 war an den beiden Schulen jeweils eine halbe Stelle eingerichtet worden. Die Aufstockung um jeweils eine weitere halbe Stelle empfahl der Schul- und Bildungsausschuss nach den ersten gute Erfahrungen schon im März. Damals bestand aber die Hoffnung, dass die zusätzlichen Kosten über eine Landesförderung abgedeckt werden könnten.

„Ein halbes Jahr verloren“

„Wir haben intensiv geprüft. Es gibt aber keine Mittel vom Land für diesen Zweck“, erklärte der Erste Beigeordnete Günter Wewers am Mittwoch im Rat. Er verhehlte seine Enttäuschung darüber nicht. Marion Ballenthin (CDU) erklärte im Rat: „Die Aufstockung ist notwendig. Dann muss die Stadt einspringen.“

Das sah auch Andrea Wiggering-Cirkel (FDP) so. „Es ist aber sehr schade, dass wir keine Fördertöpfe anzapfen können“, sagte sie. Otger Harks (SPD) und Martin Kömmelt (UWG) bedauerten die zeitliche Verzögerung. Harks: „Jetzt geht es endlich weiter, wir haben schon wieder ein halbes Jahr verloren. Dabei geht es doch um unsere Kinder.“

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Stefan Grothues