Stadtlohner Feuerwehr bei Wespennestern der falsche Ansprechpartner

rnWespen und Hornissen

Wespen- und Hornissen können einem im Sommer das Leben schwer machen. Ihre Nester aber einfach zu entfernen, kann richtig teuer werden. Die Stadt Stadtlohn rät zu professioneller Hilfe.

Stadtlohn

, 26.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwar ist vom Hochsommer aktuell nicht viel zu sehen, daran stören sich Wespen und Hornissen allerdings wenig. Egal ob am Frühstückstisch oder in der Eisdiele: die schwarz-gelben Insekten sind schnell zur Stelle. Endgültig zur Plage können sie werden, wenn sie in der Wohnung oder im Haus ein Nest gebaut haben.

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Gerade bei Familien mit kleinen Kindern oder Allergikern ist dann besondere Vorsicht geboten. Doch was tun, wenn man ein Wespen- oder Hornissennest auf dem eigenen Grundstück entdeckt hat. Die Feuerwehr und das Ordnungsamt sind jedenfalls nicht die richtigen Ansprechpartner, erklärt Thomas Gausling, Fachbereichsleiter „Sicherheit und Ordnung“ bei der Stadt Stadtlohn.

Ordnungsamt ebenfalls nicht zuständig

„Die Zeiten, in denen die Feuerwehr Wespennester entfernt hat, sind über zehn Jahre vorbei. Dafür sind die Einsatzkräfte auch gar nicht qualifiziert“, sagt er. Auch das Ordnungsamt rückt nicht aus, um auf Privatgrundstücken Nester zu entfernen: „Dafür sind wir schlicht nicht zuständig.“ Vereinzelt gebe es aber immer noch Bürger, die sich an die städtische Behörde wenden.

„Wir müssen dann erklären, dass sie sich an ein privates Unternehmen wenden müssen, das auf dieses Gebiet spezialisiert ist“, sagt Thomas Gausling. Er warnt ebenfalls davor, die Nester einfach eigenhändig zu entfernen oder zu zerstören.

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„Wespen und Hornissen stehen unter Artenschutz und dürfen ohne triftigen Grund nicht getötet werden“, sagt er. Wer eigenmächtig Behausungen entfernt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Auch deshalb sei es sinnvoll, sich an Experten zu wenden.

Verbraucherzentrale warnt vor Abzockern

Die Verbraucherzentrale Gronau rät jedoch, sich im Vorfeld genau zu informieren. Ansonsten bestünde die Gefahr, auf Abzocker hereinzufallen: „Auch wenn die ungebetenen Gäste plötzlich bedrohlich nahe kommen, gilt es, nicht hektisch eine 0800-Nummer oder eine Handynummer zu wählen, unter der sich schnell ein Notdienst-Eintrag in den Branchenbüchern findet.“

Denn die führten häufig nur zu einem Gesprächspartner im Call Center, der dann mithilfe von Kontaktdaten vermeintliche Fachleute zu den Kunden schickt. „Weil deren Firmensitze meist nicht in unmittelbarer Umgebung liegt, werden die Dienste dann oft mit hohen Kosten für die Anfahrt erkauft“, erklärt die Verbraucherzentrale Gronau.

Mit dem Notdienst einen Festpreis zu vereinbaren, sei ein gutes Mittel, um vor sich vor einer überhöhten Rechnung zu schützen. Falls kein besonderer Aufwand für das Umsiedeln oder Entfernen der Nester entstanden ist, seien Preise zwischen 80 und 150 Euro inklusive Anfahrt üblich. In allen Fällen rät die Verbraucherzentrale: „Rechnungen niemals sofort an der Haustür bezahlen.“

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