Stadtlohner hilft ein Jahr in Tansania

Christian Feldmann

Für ein Jahr in die Ferne ziehen und die bekannte Heimat hinter sich lassen – genau das hat Christian Feldmann aus Stadtlohn vor. Er fliegt im September nach Tansania, um im Urwaldhospital Litembo seine beruflichen Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen.

STADTLOHN

von von Madlen Gerick

, 17.08.2017, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der gelernte Energieanlagenelektroniker reiste bereits acht Mal als freiwilliger Helfer in das Hospital, in dem sich Maria Meiss aus Büren seit Jahrzehnten engagiert. Das erste Mal machte er sich im Jahre 2000 auf Anfrage von Maria Meiss auf den Weg. Lächelnd erzählt er: „Dort habe ich mich direkt mit dem Afrikavirus infiziert.“ Allerdings blieb er immer „nur für drei oder vier Wochen“.

Nun soll es für ein Jahr nach Litembo gehen, vor allem um medizinische Geräte zu reparieren und die Hospitalhandwerker zu schulen. Außerdem unterstützt Christian Feldmann den Bau einer Labor- und Krankenpflegeschule für 120 Studenten vor Ort. Als Finanzierungshilfe für den Bau bekam der Hülsta-Angestellte eine Spende über 1500 Euro von Benedikt Dönnebrink, Betriebsratsvorsitzender des Hülsta Werks in Stadtlohn, überreicht. Für diese Summe hatten die Kollegen fleißig beim alljährlichen Betriebsfest im April gesammelt. Schon vor einigen Jahren wurde mit dem Bau der Schule begonnen, doch auf Grund der Wetterverhältnisse, der schlecht ausgebauten Straßen und dem großen Anteil an Eigenleistung erwies sich der Prozess als langwierig.

Die Schule werde jedoch dringend benötigt, um die vielen Bewerber auf Pflegekraftstellen auszubilden und somit dem Fachkräftemangel im Hospital entgegenzuwirken. Schließlich müsse das Hospital ein Einzugsgebiet der Größe Nordrhein-Westfalens mit 500 000 Einwohnern abdecken. Um dies zu schaffen, gibt es zusätzlich zum Urwaldhospital 17 Außenstationen im afrikanischen Hochland, die der Energieanlagenelektroniker betreuen wird.

Vorfreude auf Afrika

Seinen vorerst letzten Arbeitstag im Stadtlohner Hülsta-Werk hatte Christian Feldmann bereits. Für seinen Einsatz als Entwicklungshelfer ist er von der Arbeit freigestellt, danach kehrt er wieder zu Hülsta zurück. Nun freut er sich aber erst einmal auf sein Abenteuer in Afrika, denn „dort wird man immer freundlich aufgenommen“, sagt Christian Feldmann.

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