Stadtlohner Jugendfeuerwehr ist begeistert von der Olympiade

rnJugendfeuerwehr-Olympiade

Große Einsatzfahrzeuge ausräumen, Hydranten anzapfen und Feuerwehr-Know-How testen. Bei einer spannenden Olympiade hat die Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis gestellt.

Stadtlohn

, 17.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Feuerwehrschutzjacke, Handschuhe und Stiefel. In voller Montur und mit großem Tatendrang trat die Jugendfeuerwehr Stadtlohn zu einer spannenden Feuerwehr-Olympiade an. Der Feuerwehr-Nachwuchs stellte sich kniffligen Quizfragen, löste komplizierte Geschicklichkeitsaufgaben und kegelte mit kiloschweren Feuerwehrschläuchen. Die Jüngsten in der Gruppe sind erst zwölf Jahr alt und machen schon jetzt so manchem Erwachsenen etwas vor. Das wurde am Ende großzügig belohnt.

Der Spaß kann beginnen

Die freiwilligen Betreuer der Jugend haben sich viel Mühe gegeben. Vorbereitet sind sechs Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben. Und die Gewinnergruppe erhält „eine nicht unerhebliche Belohnung“, verspricht Niklas Heßling, Stadtjugendfeuerwehrwart, den eifrigen Feuerwehrleuten, bevor es losgeht.

Die erste Station startet mit einem Quiz. „Welche Brandklassen gibt es?“, fragt ein Jugendwart in die Runde. Die jungen Feuerwehrmänner kennen natürlich die Antwort. Und auf die Frage, welchen Brand man nicht mit Wasser löschen darf, ruft die Gruppe laut „Fettbrand, Fettbrand!“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Jugendfeuerwehr-Olympiade

Bei der Jugendfeuerwehr-Olympiade in Stadtlohn traten insgesamt vier Teams gegeneinander an. Die Nachwuchskräfte mussten nicht nur ihr Fachwissen unter Beweis stellen, sondern auch praktische Übungen bewältigen.
14.02.2020
/
Ein Team aus 15 Jugendwärten ist für die vielen Jugendfeuerwehrleute da und organisiert übers Jahr hinweg viele Aktionen. So gibt es zum Beispiel ein Zeltlager, Ausflüge und das jährliche Highlight: Den Berufsfeuerwehrtag.© Christin Lesker
Elias wird bald 17 und deshalb gerade in die aktive Feuerwehr übergetreten. Nach einigen Jahren bei der Jugendfeuerwehr, weiß er schon genau, auf welchem der vielen Einsatzwagen er welches Teil findet.© Christin Lesker
Die Stoppuhr läuft. Jugendfeuerwehrwart Niklas Heßling wollte vom Nachwuchs wissen, wie sie einen Hydranten finden und dann möglichst schnell Wasser anzapfen.© Christin Lesker
Hier ist Köpfchen gefragt. Die Jugendlichen mussten einen Weg finden, eine Glasflasche zu transportieren, ohne sie anzufassen. © Christin Lesker
Der Lösungs-Ansatz ist gut, aber kommt die Flasche auch sicher an?© Christin Lesker
Nicht jedes Team hat den gleichen Lösungsansatz. Jugendwärtin Mareen zeigt, wie man die Flasche auch mit Reiskörnern und einem Löffel transportieren kann.© Marie Epping
Auf Zeit muss das Team den Hydranten anzapfen. Die Neuen sind erst seit Kurzem dabei und schauen erstmal zu. © Christin Lesker
Bei der Jugendfeuerwehr-Olympiade in Stadtlohn traten insgesamt vier Teams gegeneinander an. Die Nachwuchskräfte mussten nicht nur ihr Fachwissen unter Beweis stellen, sondern auch praktische Übungen bewältigen.© Christin Lesker
Phil ist seit er 12 ist bei der Jugendfeuerwehr. Ihm gefällt die Gemeinschaft und dass er schon jetzt so viel über die Feuerwehr-Praxis gelernt hat.© Christin Lesker
Feuerwehr-Leute müssen rennen können. Was Phil aus einem der Wagen geholt hat, muss seine Kollegin an den richtigen Platz zurück bringen, und zwar schnell.© Christin Lesker
Neben dem Feuerwehr-Know-How steht vor allem die Gemeinschaft im Vordergrund. Die einheitliche Uniform und viele gemeinsame Aktionen einen die Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr.© Christin Lesker
Wie im echten Einsatz müssen die Jungen gut zuhören, wie die Anweisung lautet. An dieser Station geht es darum im Staffellauf schwere Kanister von A nach B zu schleppen.© Christin Lesker
In der großen neuen Halle der Feuerwehr stehen über 10 Einsatzfahrzeuge. Die Jugendlichen müssen wissen, auf welchem der vollgepackten Wagen, sie welche Hilfsmittel finden.© Christin Lesker
Gar nicht so einfach! Der ganze Seil-Haufen muss mit System zurück in den kleinen Sack gesteckt werden. Handschuhe sind trotz Friemelarbeit bei jeder Übung Pflicht.© Christin Lesker
Wenn der Feuerwehr-Nachwuchs etwas nicht direkt finden kann, helfen die Jugendwarte gerne nach.© Marie Epping
Manches ist für die Neuen noch zu schwer, dann helfen die Jugendwarte.© Marie Epping
Bei der Jugendfeuerwehr-Olympiade in Stadtlohn traten insgesamt vier Teams gegeneinander an. Die Nachwuchskräfte mussten nicht nur ihr Fachwissen unter Beweis stellen, sondern auch praktische Übungen bewältigen.© Marie Epping
Wenn die Jugendlichen 17 werden, können Sie in die aktive Feuerwehr übertreten. Dann wird all das Wissen wichtig, das sie in den Jahren bei der Jugendfeuerwehr gelernt haben.© Marie Epping
Der Spaß steht bei der Feuerwehr-Olympiade im Vordergrund. Trotzdem ist an jeder Station auch Feuerwehr-Wissen nötig. © Marie Epping
Nach fast zwei Stunden Olympiade verkündet Stadtjugendfeuerwehrwart Niklas Heßling das Sieger-Team des Abends.© Christin Lesker
Die Mühen haben sich gelohnt! Zur Belohnung bekommt jeder aus dem Gewinner-Team einen 10-Euro Stadtlohn-Gutschein. © Christin Lesker
Die Jugendfeuerwehr in Stadtlohn gibt es erst seit gut sechs Jahren. Allein in diesem Jahr sind neun Nachwuchs-Kräfte dazu gekommen.© Christin Lesker

Die Jüngsten unter den insgesamt 25 Jugendfeuerwehrleuten, sind erst zwölf Jahre alt. Sie glänzen nicht nur durch Wissen, auch praktisch können sie schon manch einem Erwachsenen etwas vor machen. Trotz regnerischem Wetter, wird der Hydrant in Sekundenschnelle aufgebaut. Dann fließt das Wasser einmal hindurch. Genauso schnell wie er aufgebaut wurde, wird er wieder abgebaut. Mal sehen welche Gruppe am Ende die Schnellste ist!

Auch Geschicklichkeit ist gefragt, wenn man als Sieger aus der Olympiade herausgehen möchte. Ziel ist es, eine Karaffe ohne sie zu berühren, mittels eines Kochlöffels und Reis von einem Tisch zum anderen zu tragen. Außerdem kegeln die Jugendlichen mit einem schweren Feuerwehrschlauch oder suchen auf den über zehn Einsatzfahrzeugen nach bestimmten Geräten. Nur, wer alle Stationen mit Bravour meistert, kann die Belohnung gewinnen.

Jugendwarte zeigen Einmaliges Engagement

Niklas Heßling freut sich über den regen Zuwachs der Jugendfeuerwehr. „Wir achten immer darauf, dass wir Freizeit und Feuerwehr gut miteinander kombinieren.“ Die Olympiade sei natürlich vor allem darauf ausgerichtet, dass sie Freude bereite, aber es würde auch immer darauf geachtet werden, dass die Themen „Brennen“ und „Löschen“ nicht zu kurz kommen.

Jetzt lesen

Mareen Willemsen erinnert sich noch gut, dass sie die dritte Frau in der aktiven Feuerwehr war. Darum freue sie sich auch sehr über die drei neuen Mädchen in der Jugend. Mittlerweile seien sieben Frauen in der aktiven Feuerwehr. Insgesamt engagieren sich fünfzehn Jugendwarte aus der aktiven Feuerwehr für die Jugendgruppe. Alle zwei Wochen, am Donnerstagabend, stellen sie ein spannendes Programm auf die Beine. Manchmal geht es auch ins Schwimmbad oder ins Kino.

Die Gemeinschaft steht im Vordergrund

Phil ist 16 und schon seit vier Jahren bei der Jugendfeuerwehr. „Wir lernen so viel Praxis und es gibt tolle Aktionen“, erklärt er. „Ich habe nie den Spaß verloren.“

Es stünde eben der „Spaß an der Gemeinschaft“ im Vordergrund, so Niklas Heßling. Und das ist deutlich spürbar. Alle lernen voneinander. Die Kleinen von den Großen und die ganz Kleinen von den Kleinen. Das Wissen in der Stadtlohner Feuerwehr wird immer weiter gegeben, aber auch immer weiter ausgebaut.

Schon die Jugendfeuerwehr nimmt regelmäßig an Lehrgängen auf Kreisebene teil oder macht Abzeichen in verschiedenen Bereichen. Ab sechzehn findet dann der Wechsel in die aktive Feuerwehr statt. In diesem Jahr sind gleich vier aufgestiegen. „Darauf sind wir richtig stolz“, macht Niklas Heßling deutlich. Auf Einsätze dürfe man aber erst mitfahren, wenn die Volljährigkeit erreicht ist, erklärt er. „Dann erfüllt sich der Traum vieler Jungs, mal mit dem großen, roten Auto zu fahren“, sagt Jugendwart Marcel Mahlig und schmunzelt.

Jetzt lesen

Die Siegergruppe der Olympiade darf sich über einen Stadtlohn-Gutschein freuen, der in vielen verschiedenen Geschäften einlösbar ist. Jugendwartin Mareen Willemsen erinnert sich auch, dass nicht nur die Olympiade jedes Jahr aufs Neue organisiert wird. Auch das Ferienlager ist bei den Jugendwarten und bei der Jugendfeuerwehr immer fest eingeplant. Ein voller Erfolg ist ebenfalls der Berufsfeuerwehrtag, von dem die Teilnehmer der Olympiade noch immer schwärmen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt