Stadtlohner Kunstrasenplatz steht im Abseits

Nicht oberligatauglich

Zwei Heimspiele, null Punkte im Jahr 2015. Dennoch kann beim SuS Stadtlohn von Heimschwäche keine Rede sein. Die Partien gegen Westfalia Rhynern und gegen die Spielvereinigung Erkenschwick sind der Witterung zum Opfer gefallen. Der neu errichtete Kunstrasenplatz kam als Ausweichplatz nicht in Betracht. Aus mehreren Gründen...

STADTLOHN

, 02.03.2015, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtlohner Kunstrasenplatz steht im Abseits

Heimspiele des SuS Stadtlohn werden ausschließlich im Hülsta-Sportpark ausgetragen.

"Wir müssen auf dem Kunstrasenplatz eine gewisse Ordnung haben und eine gewisse Ordnung halten", sagt der SuS-Vorsitzende Hubert Tenbrink. Damit meint er sowohl die Einzäunung des Geländes als auch die Trennung der Heim- von den Gästezuschauern. "Gerade Traditionsmannschaften wie Erkenschwick bringen oftmals einige Zuschauer mit.

Wir hätten also 30 bis 40 Ordner an einem Spieltag bereit stellen müssen, damit der Spielbetrieb sichergestellt ist. Das Gelände ist von fast allen Seiten frei zugänglich, die Gefahr, dass irgendwas passiert, gehen wir nicht ein", erklärt Tenbrink.

Keine Annehmlichkeiten

Der Sportliche Leiter Markus Plate nennt weitere Gründe die gegen Oberligaspiele sprechen. "Es sind keine Kassenhäuschen und keine Lautsprecheranlage vorhanden. Wir könnten unseren Zuschauern also nicht die Annehmlichkeiten bieten, die sie aus dem Hülsta-Sportpark gewohnt sind". erläutert er und nennt dabei auch das nicht vorhandene gastronomische Angebot als Grund.

Sonntag gastierte Plate mit dem SuS Stadtlohn beim SV Lippstadt 08 im neu errichteten Stadion am Bruchbaum. "Lippstadt hat für Oberligaverhältnisse eine große Fanszene. Wenn die mit Bussen nach Stadtlohn kommen, dann geht es richtig zur Sache, da wäre der offene Kunstrasenplatz wohl nicht der richtige Ort", räumt Plate ein.

Platz bundesligatauglich

Grundsätzlich könnten, in Absprache mit dem Staffelleiter, aber Ligaspiele auf der Anlage stattfinden. Die Qualität des künstlichen Grüns sei "bundesligatauglich", wie der Tenbrink versicherte.

Der Vorsitzende ließ durchblicken, dass auch eine komplette Einfriedung des Geländes in Zukunft wohl nicht möglich sei. "Da spielen die Wegerechte eines Nachbarn eine Rolle", sagt er. Deswegen gilt für den Ligabetrieb weiterhin: Ist der Hülsta-Sportpark nicht bespielbar, dann findet kein Spiel in Stadtlohn statt. "Dabei haben wir technisch gute Spieler, die sich auf einem Kunstrasenplatz sicher gut zurechtfinden würden", sagte Plate schmunzelnd.

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