Städtepartnerschaft mit San Vito blüht auf

Besuch in Italien

Im Partnerschaftsausschuss ging es um den Besuch einer Delegation im italienischen San Vito. Die Gruppe kam mit handfesten Ergebnissen zurück.

STADTLOHN

15.11.2017, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning und sein italienischer Amtskollege Antonio Di Bisceglie besiegelten die Vertiefung der Städtepartnerschaft per Handschlag. foto privat

Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning und sein italienischer Amtskollege Antonio Di Bisceglie besiegelten die Vertiefung der Städtepartnerschaft per Handschlag. foto privat

Der Stadtlohner Städtepartnerschaftsausschuss tagt in unregelmäßigen Abständen. Nicht immer gibt es große Dinge zu verkünden, Städtepartnerschaften blühen oft im Verborgenen – und entwickeln sich über Jahrzehnte. Doch am Dienstagabend galt es, Neuigkeiten zu verkünden. Die Verwaltung berichtete über den jüngsten Besuch einer Stadtlohner Delegation in San Vito, Stadtlohns italienischer Partnergemeinde seit weit über drei Jahrzehnten.

Fachbereichsleiter Hermann Kösters blickte am Mittwoch im Gespräch mit der Münsterland Zeitung auf den Besuch und die Sitzung zurück und gab einen Ausblick auf kommende Aktivitäten.

„Runder Tisch“

Vom 19. bis 22. Oktober seien die Stadtlohner in San Vito gewesen, berichtete Kösters. Der Delegation gehörten Bürgermeister Helmut Könning sowie Fachbereichsleiter der Verwaltung und führende Mitarbeiter des Stadtlohner Krankenhauses an. „Wir haben vor Ort geschaut, wie es mit unserer Städtepartnerschaft weitergeht“, sagte Kösters. Konkret sei am 20. Oktober im Rathaus von San Vito förmlich ein „runder Tisch“ zur Städtepartnerschaft gegründet worden.

Helmut Könning stellte Ideen vor, sein italienischer Amtskollege Antonio Di Bisceglie ebenso. Die Runde verständigte sich auf mehrere Initiativen, die schriftlich vereinbart wurden. Dazu zählt zum Beispiel eine Zusammenarbeit der Krankenhäuser in Stadtlohn und San Vito. „Das kann bis zur gemeinsamen Durchführung von Kongressen zum Thema Kardiologie reichen“, berichtete Hermann Kösters. „Aber das steckt noch in den Kinderschuhen.“ Geplant ist auch die Entwicklung eines Schüler-Austausches der weiterführenden Schulen in beiden Orten, um die Sprachen zu vertiefen.

Ebenfalls auf der Liste: Sportveranstaltungen, die gegenseitige Einladung von Künstlern aus der Umgebung, ein Informationsaustausch auf Ebene der Verwaltung und mit Blick auf den Katastrophenschutz.

Mit diesen Initiativen soll die etwas eingeschlafene Städtepartnerschaft mit San Vito wieder belebt werden. „Es war schon mal mehr“, erklärte Hermann Kösters dazu. Ein Beginn ist jetzt wieder gemacht. Der Gegenbesuch der Italiener soll 2018 erfolgen. „Zum Stadtlohner Herbst. Wir wollen den Gästen ja was bieten.“

Altlandsberg-Kontakte

Weiteres Thema im Städtepartnerschaftsausschuss waren Kontakte zur Stadt Altlandsberg in Brandenburg, einige Kilometer östlich von Berlin. Die seit der Wende gepflegten freundschaftlichen Beziehungen sollen intensiviert werden. Hermann Kösters: „Starkes Verbindungsglied ist die Feuerwehr.“ Ein Datum für einen Besuch gibt es noch nicht, die Altlandsberger werden aber nach Stadtlohn kommen. „Wir sind dran als Gastgeber.“ Ebenfalls geplant sind intensivere Kontakte zur Gemeinde Dinkelland in den Niederlanden.

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