Stiefvater aus Stadtlohn geriet zu Unrecht unter Drogenverdacht

rnMarihuana-Käufe

Weil er seiner Stieftochter einen Gefallen getan hatte, geriet ein 27-jähriger Stadtlohner zu Unrecht unter Drogenverdacht. WhatsApp-Chats brachten ihn in Zusammenhang mit Marihuana-Käufen.

Stadtlohn

, 29.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Drei Mal soll ein 27 Jahre alter Mann aus Stadtlohn im Oktober 2018 per WhatsApp Marihuana bei einem Dealer bestellt haben. Dafür stand der Stadtlohner am Dienstag in Ahaus vor Gericht.

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Zuvor hatte er bereits einen Strafbefehl über 200 Euro erhalten. Doch er weigerte sich, diese Geldstrafe zu zahlen und legte Einspruch ein. „Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben mit Drogen zu tun gehabt“, beteuerte der 27-Jährige in der mündlichen Verhandlung vor Gericht.

Drei Marihuana-Bestellung per WhatsApp

Die Staatsanwaltschaft hatte das Strafverfahren gegen ihn eingeleitet, weil seine Handynummer auf dem Handy eines Dealers, gegen den gesondert ermittelt wird, gefunden worden war. Und zwar mit eindeutigen Nachrichten. Drei Mal soll er für 10 oder 20 Euro ein oder zwei Gramm Marihuana bestellt haben.

Doch der 25-jährige mutmaßliche Drogenhändler erklärte vor Gericht mit Blick auf den Angeklagten: „An ihn habe ich nicht verkauft.“ Er kenne den Angeklagten nicht einmal.

Sim-Karte für Stieftochter aktiviert

Der Angeklagte hatte indes eine plausible Erklärung dafür, warum die Spuren des WhatsApp-Chats zu ihm führten. Er habe für seine 19-jährige Stieftochter eine Sim-Karte fürs Mobiltelefon auf seinem Namen aktiviert. „Der Handyvertrag lief über meinen Namen“, so der Angeklagte. Benutzt habe er das Mobiltelefon aber nie.

Profilbilder in dem sichergestellten Chat stützten die Darstellung des Angeklagten vor Gericht. Der Staatsanwalt plädierte auf Freispruch, und so lautete auch das Urteil des Richters. Die Beweisaufnahme haben keinen der Vorwürfe bestätigt.

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