SVS-Versorgungsbetriebe rufen dringend zum Wassersparen auf

Verzicht aufs Rasensprengen

Rasensprenger lassen Wasserverbrauch in den Abendstunden in die Höhe schnellen. Die Trinkwasserförderung kommt nicht mehr nach. Die SVS-Versorgungsbetriebe appellieren zum Wasssersparen.

Stadtlohn

, 24.06.2019, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
SVS-Versorgungsbetriebe rufen dringend zum Wassersparen auf

Rasensprengen an heißen Tagen macht Spaß. Die SVS-Versorgungsbetriebe rufen aber dazu auf, auf die Gartenbewässerung mit Trinkwasser zu verzichten. © MarkusGehring.de

Die SVS-Versorgungsbetriebe haben am Montag dringend zum sorgsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. „Die Versorgungssicherheit kann nur gewährleistet werden, wenn die Gartenbewässerung eingestellt wird“, heißt es in einer Pressemitteilug der SVS. Vorbeugend und um weitergehende Maßnahmen zu vermeiden bittet die SVS, „auf Gartenberegnung zum Wohle aller zu verzichten“.

Druckschwankungen sind möglich

Vorsorglich weisen die SVS-Versorgungsbetriebe darauf hin, dass es auf Grundlage der aktuellen Wasserversorgung auch zu Druckschwankungen im Netz kommen kann.

„Trinkwasser ist ein endliches Lebensmittel. Das wird besonders in der dieser Woche deutlich: Sonnenschein, Hitze und Trockenheit lassen den Wasserbedarf rasant auf ein Rekordhoch ansteigen“, so heißt es in einer SVS-Pressemitteilung

Der Grundwasserspeicher sei aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Wintermonaten und der damit verbundenen schlechten Grundwasserneubildung nicht auf ein normales Maß angestiegen. Auf der anderen Seite sei die Wasserförderung durch das Entnahmerecht limitiert. Vorgaben gebe es ebenfalls beim Trinkwasserspeicher in den Nachtstunden: Aufgrund der rechtlichen Vorgaben zur maximalen Stundenförderung und der Brunnenkapazität könne nicht unendlich viel Trinkwasser nachgefüllt werden.

Verbrauch am Sonntagabend verdoppelt

In den Abendstunden des vergangenen Sonntags ist der Wasserverbrauch in die Höhe geschnellt: Die Stadtlohner verbrauchten mehr als 400 Kubikmeter pro Stunde statt der üblichen 180 Kubikmeter pro Stunde. In Vreden schnellte der Verbrauch auf über 500 Kubikmeter pro Stunde hoch (normal: 240 Kubikmeter pro Stunde). In Südlohn wurden 143 statt der üblichen 80 Kubikmeter pro Stunde verbraucht.

Der Gesamtförderung und dem Bezug von 490 Kubikmeter pro Stunde stehen nach SVS-Angaben einer Abgabe von 1100 Kubikmeter pro Stunde gegenüber. Eine normale Abgabe wären rund 520 Kubikmeter pro Stunde. Diese stark erhöhten Abgaben finden immer im Zeitraum zwischen 16 und 23 Uhr statt, wenn die Rasensprenger angestellt werden.

www.svs-versorgung.de

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