SVS ruft weiter zum Wasser sparen auf – Feuerwehr und DRK geben Hitze-Tipps

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Es ist heiß im Westmünsterland. Der Pool sollte aber besser leer bleiben. Denn es ist weiter trocken und die SVS erneuert ihren Appell, Wasser zu sparen. Die Feuerwehr schließt sich an.

Stadtlohn

, 24.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Sechsunddreißig Grad und es wird noch heißer.“ Das Lied der Band „Zweiraumwohnung“ passt perfekt zu dieser Woche. 36 Grad sollen es am Mittwoch werden, am Donnerstag sind bis zu 40 Grad drin. Erst Mitte nächster Woche sinken die Temperaturen wieder unter die 30-Grad-Marke – und Regen ist erst einmal gar nicht in Sicht.

Genau das macht den Versorgungsbetrieben SVS Sorgen. Geschäftsführer Thomas Spieß macht deutlich, dass sich die Situation noch nicht entspannt hat. „Wir können noch keine Entwarnung geben und bitten weiterhin um einen achtsamen Umgang mit Trinkwasser, unserem Lebensmittel Nummer eins“, sagt er. Es sollte deswegen weiterhin auf Poolbefüllungen und Gartenbewässerung mit Trinkwasser verzichtet werden.

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Thomas Spieß erklärt, warum das so wichtig ist. „Ein Mensch braucht 120 Liter Wasser am Tag. Ein Rasensprenger verbraucht in einer Stunde 800 Liter, also rund sieben mal so viel wie der Mensch täglich braucht. Diese Menge sind vielen gar nicht bewusst.“

Viele Menschen gehen seiner Einschätzung nach bereits sensibler mit Wasser um. Doch am Montag sei der Verbrauch schon wieder spürbar gestiegen. „Deswegen weisen wir nun präventiv darauf hin, dass sich die Situation noch nicht entspannt hat“, erklärt Thomas Spieß. Auch der Regen in den letzten Wochen hat nicht dazu geführt, dass sich der Grundwasserspiegel erholt hat. „Dafür bräuchte es das x-fache an Regen“, so Spieß.

Feuerwehr mahnt zur Vorsicht

Auch die Feuerwehr Stadtlohn schließt sich dem Appell an, Wasser zu sparen. Um die Versorgung mit Löschwasser sicherzustellen, haben die Feuerwehrleute vorgesorgt. „Die Lohnunternehmer haben Reservefässer mit Wasser bereitstehen, für den Notfall. Das beruhigt die Leute, gerade im Außenbereich“, weiß Günter Wewers, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr. Im Notfall wird aber auch Wasser aus dem öffentlichen Netz genutzt.

Obwohl es am Samstag noch ordentlich geregnet hat, ist die Brandgefahr hoch. Günter Wewers warnt deswegen eindringlich davor, zum Beispiel Zigarettenkippen einfach wegzuschmeißen. „Auch bei Schützenfesten oder Grillfeten sollte man darauf achten, kein zerbrochenes Glas rumliegen zu lassen. Denn wenn die Sonne da drauf scheint, kann es durchaus zu Rauch- oder Flammenentwicklung kommen“, so der Feuerwehr-Chef.

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Grillen in Wäldern sollte man bei diesem Wetter auf keinen Fall. „Und auch im eigenen Garten bitte den Grill nicht direkt neben einen trockenen Busch stellen“, sagt Günter Wewers. Unkraut wegflämmen sollte man ebenso wenig. „Wenn alle ein bisschen vorsichtig sind und mit offenen Augen durch die Gegend gehen, dann ist schon viel gewonnen“, so Wewers.

DRK Stadtlohn erklärt Vorgehen bei Hitzschlag

Das DRK Stadtlohn gibt unterdessen auf Facebook Tipps, wie man bei Hitze-Erschöpfung oder Hitzschlag am besten vorgeht. Zunächst einmal ist es wichtig, den Unterschied zu erkennen. Wenn die Person benommen ist, stark schwitzt, die Haut aber kühl ist, handelt es sich eher um eine Erschöpfung. Dann sollten Helfer den Patienten an einen schattigen Ort bringen und ihm viel Trinkwasser geben.

Bei einem Hitzschlag hingegen staut sich die Wärme im Körper. Die Haut wird heiß und rot, die Schweißproduktion versagt. Auch hier sind ein schattiger Ort und viel Trinkwasser die ersten Maßnahmen. Dann aber sollte unbedingt der Notruf 112 gewählt werden. Wenn der Patient bewusstlos ist, sollte man ihn in die stabile Seitenlage legen.

Und wie immer bei hohen Temperaturen gilt: nicht zu lange in der prallen Sonne aufhalten, viel trinken, körperliche Anstrengung vermeiden, keinen Alkohol trinken, keine Kinder und Tiere in geschlossenen Autos lassen und sich auch mal nach älteren Nachbarn und Bekannten erkundigen.

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