Thema Inklusion bereitet Reitverein Fortuna Sorgen

Johannes-Reithalle

Das Thema Inklusion wirft Fragen auf: Wie geht es mit der Johannes-Reithalle und mit dem Reittherapiezentrum Stadtlohn für den Kreis Borken in Zukunft weiter? Bei den Mitgliedern des Reitsportvereins Fortuna macht sich Besorgnis breit.

STADTLOHN

28.10.2015, 17:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Thema Inklusion bereitet Reitverein Fortuna Sorgen

Viele Kinder nutzen regelmäßig die Reitangebote an der Stadtlohner Johannesreithalle.

Auf Grund der Inklusion und den damit verbundenen zurückgehenden Schülerzahlen in der Johannesschule ist das Johannes-Förderwerk nicht mehr imstande, die Reithalle an der Uferstraße in Stadtlohn wirtschaftlich zu unterstützen. Noch dramatischer wird die Situation für das Johannes-Förderwerk und für die Johannes-Reithalle, wenn die Johannesschule im August 2016 schließt.

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Reitsportvereins Fortuna beherrschten Betroffenheit, Ratlosigkeit und Enttäuschung die Stimmung.

Wirksame Maßnahmen

Im Tätigkeitsbericht teilte Franz Marpert mit, dass Fortuna bereits jetzt wirksame Maßnahmen ergriffen habe, um die wirtschaftliche Situation im Reittherapiezentrum zu verbessern. Allgemein, so Marpert, würden bereits Sparmaßnahmen im personellen Bereich und bei den Sachkosten durchgeführt.

Ein Therapiepferd wurde bereits verkauft, ein weiteres Pferd steht zum Verkauf auf der Liste. Die Teilnehmergebühren wurden nach zehn Jahren erstmalig erhöht, um zu einem ausgeglichenen Haushalt zu kommen.

30.000 Euro Defizit

Marpert informierte die Mitglieder, dass Fortuna als Reitsportverein im Juni 2015 einen Antrag an die Stadt Stadtlohn gestellt habe, mit der Bitte, die Johannes-Reithalle bei den Sachausgaben - wie in den anderen Sportvereinen der Stadt - anteilig finanziell zu unterstützen. Das Defizit im Haushalt beläuft sich auf aktuell 30000 Euro. Alfred Kramer stellte den Haushalt 2014 der Mitgliederversammlung vor.

Erfreulich sei, so berichtete Marpert weiter, dass die Johannes-Reithalle von Montag bis Samstag voll belegt ist, auch während der Schulferien. Reittherapie ist personalintensiver und deshalb teurer. Neben den fünf Reitlehrerinnen und Reittherapeutinnen in Teilzeit arbeiten drei Bundesfreiwillige, eine Studentin, ein Hausmeister und eine Reinigungskraft und viele Ehrenamtliche in der Einrichtung.

Neu im Vorstand

Reinhold Büscher wurde neu in den Vorstand gewählt. Er fragte an, ob das öffentliche Ponyreiten an Sonn- und Feiertagen über das ganze Jahr ausgedehnt werden könne. Das Angebot Ponyreiten ist in Stadtlohn ein touristisches Angebot und ein Besuchermagnet geworden.

Der Vorstand will sich in nächster Zeit auch mit der geplanten Eröffnung des Johannes-Cafés, das als Integrationsbetrieb geführt werden soll, beschäftigen. Am Samstag, 7. November, lädt der Reitsportverein von 15 bis 18 Uhr alle Kinder der in Stadtlohn untergebrachten Asylanten und Flüchtlinge mit Begleitung kostenlos zum Ponyreiten in die Johannes-Reithalle ein.