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Überwältigendes Klangerlebnis

rnVHS-Konzert

Der VHS-Konzertchor und das Berkelbarock-Orchester haben zum Passionssonntag das Publikum mit einer einfühlsamen Meisterleistung verzückt.

Stadtlohn

, 08.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Oratorium, das in Chorälen, Rezitativen, Arien und einem Duetto emotionale Höhepunkte und Aspekte der Passion präsentiert, erlebten die etwa 200 Zuhörer bei der Darbietung „Der Tod Jesu“ von Carl Heinrich Graun am Vorabend des Passionssonntags in der St. Joseph-Kirche.

Der Konzertchor des aktuellen forums Volkshochschule machte dieses erbauliche, im 18. Jahrhundert im Geist der Empfindsamkeit entstandene Werk zusammen mit einem herausragenden Solisten-Quartett, dem hochkarätigen Berkelbarock-Orchester und Gijs van Schoonhoven am Harmonium unter der Gesamtleitung von Heike Haefner-Volmer zu einem überwältigenden Klangerlebnis.

Chormitglied Rudolf Kleyboldt schickte in seiner Begrüßung voraus, dass dieses Musikwerk zur geistlichen Vorbereitung auf das Osterfest einlade. Die große Erzählung von Jesu Sterben und Tod habe der Komponist in musikalische Sprache umgewandelt, so Kleyboldt.

Vollendete stimmliche Präzision

Den Chorpartien lagen dabei bekannte Kirchenlieder zugrunde, deren Weisen vom Konzertchor in vollendeter stimmlicher Präzision dargeboten wurden, beginnend mit dem Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“. Höhepunkte bildeten die Arien, gesungen mit atemberaubendem kristallklaren Sopran von Evelyn Ziegler sowie von der lieblichen Stimme der jungen Sopranistin Laura Metzemacher. Das erste So-pran-Rezitativ thematisierte Jesu Angst im Garten Gethsemane. Das ausdrucksstarke Tenor-Rezitativ von Götz Phillip Körner und das tief ergreifende Bariton-Rezitativ von Patrick Ruyters schilderten fast erzählend aus der Perspektive der mitfühlenden Seele die Gefangennahme Jesu, die erlittene Schmach und die furchtbare Marter. Dabei setzte Gijs van Schoonhoven am Harmonium einfühlsame Akzente. Verzeihung und Feindesliebe als wahre Christentugenden wurden in einem zarten Duetto besungen, eine Meisterleistung der beiden Gesangssolistinnen. In der Arie „Singt dem göttlichen Propheten“ entzückte Evelyn Ziegler mit virtuosen, hochklassigen Koloraturen. Mit „Wie herrlich ist die neue Welt“ besang der Chor anschließend mit Orchesterbegleitung nach der Melodie „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ das Jenseits.

Für diese Glanzleistung des VHS-Konzertchors, des Barockorchester und der brillianten Gesangssolisten spendeten die Konzertgäste lange und euphorisch stehende Ovationen.

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