Wasserkraft wird aufgegeben

Berkelmühle

An der Berkelmühle wird in Zukunft keine Energie mehr durch Wasserkraft gewonnen. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwochabend beschlossen. Die Wasserkraft zu erhalten ist nicht mehr rentabel. Im Gegenteil: Sie würde sogar die Förderung des Regionale-Projekts gefährden.

STADTLOHN

26.09.2014 / Lesedauer: 3 min
Wasserkraft wird aufgegeben

Die Wasserkraft an der Berkel wird aufgegeben.

Eine andere Möglichkeit wäre ein Wasserrad mit niedriger Leistung am Mühlengebäude. Problem dabei könnte allerdings sein, dass dann die Maßnahmen zum Fischschutz nicht mehr gefördert werden. Darüber würde das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mitentscheiden. Bislang ist das Landesamt aber nicht eingebunden. „Die Bezirksregierung wird keine Empfehlung zur Qualifizierung des Regionale-Projekts aussprechen“, erklärte Pennekamp. Die positive Nachricht: Auch wenn die Wasserkraft aufgeben wird, bleibt das Staurecht erhalten. Hermann Lensker (CDU) erklärte, dass man auf die Nutzung der Wasserkraft verzichten solle aus drei Gründen: „Wegen der Ästhetik, der ökologischen Komponenten eines naturnahen Ausbaus und wegen ökonomischen Gründen.“ Die Stadt verliere das Staurecht nicht und so hätte man in Zukunft dennoch die Option, dort Wasserkraft zu nutzen. UWG-Fraktionsvorsitzender Erwin Plate konnte dem nur zustimmen. „Zum heutigen Zeitpunkt lohnt sich die Wasserkraft nicht, aber wir haben die Option für die Zukunft“, sagte Plate. Sein Parteikollege Karl Herbstmann merkte an, dass es allerdings ein Unternehmen gebe, dass sich für die Wasserkraft interessiere. Otger Harks (SPD) erklärte: „Wir haben keine andere Chance, als die Wasserkraft aufzugeben, wenn wir weiterkommen wollen.“ Der Großteil des Rates stimmte für die Aufgabe der Wasserkraft an der Berkelmühle. Ob es sich lohnt, ein nostalgisches Holzrad ohne bestimmte Nutzung an der alten Berkelmühle anzubringen, soll noch geklärt werden

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