Weihbischof ist zu Besuch

Visitation in Stadtlohn

Bei seiner Visitation hat Weihbischof Christoph Hegge die Stadtlohner Pfarrgemeinde St. Otger besucht. Was er da genau gemacht hat und wen er getroffen hat, haben wir ihn gefragt.

STADTLOHN

, 17.10.2017, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weihbischof ist zu Besuch

Weihbischof Dr. Christoph Hegge hat die Pfarrgemeinde in Stadtlohn besucht. Die Hilgenbergkapelle zeigten ihm Küsterin Rita Vos und Pfarrer Jürgen Lürwer.

Den Kapellenplatz säumt herbstliches Laub. Es raschelt leise, als Weihbischof Dr. Christoph Hegge zur Hilgenbergkapelle geht. Hegge ist zum ersten Mal hier, bewundert das kleine Gotteshaus mit der Marienfigur. Es ist die erste Station an seinem zweiten Visitationstag.

Hegge ist mit dem Anliegen gekommen, „das Leben in der Pfarrei kennenzulernen“. Vor allem interessiere ihn, welche Vision die Seelsorger für die Zukunft der Pfarrei haben. Strukturelle Debatten wolle er nicht führen, sagt er. Dennoch, betont Hegge, sehe er die Zukunft in einem „zeitgemäßen Glauben“. Darüber hat er mit den Gemeindemitgliedern gesprochen und auch die Jugendgruppen einbezogen.

Alle fünf Jahre

Seit den 1970er-Jahren gibt es in den fünf Regionen des Bistums Münster je einen Weihbischof. Christoph Hegge ist seit 2010 als Weihbischof für die Region Borken-Steinfurt zuständig. Zu seinem Amt gehören auch Visitationen wie die in Stadtlohn. Alle fünf Jahre steht so eine Visitation in der hiesigen Kirchengemeinde an. Die letzte war 2012, damals kam allerdings nicht Weihbischof Hegge nach Stadtlohn, sondern Bischof Felix Genn. „Es ist vor allem auch ein Kennenlernen“, ordnet Pfarrer Jürgen Lürwer den Besuch ein.

Kennengelernt hat der Weihbischof am Dienstag erst einmal die kleine Wallfahrtskapelle. Küsterin Rita Vos und Pfarrer Jürgen Lürwer zeigten ihm das Gotteshaus und erklärten dessen Geschichte und die damit verknüpften Traditionen.

Vertretung für Bischof

Auf seiner Visitation vertritt der Weihbischof den Bischof des Bistums Münster, Felix Genn. Weihbischof Hegge hat die Aufgabe, einerseits in den ihm anvertrauten Pfarrgemeinden die Aufsicht zu führen und andererseits auch die Bedürfnisse und Anliegen in der Region Borken-Steinfurt anzuhören und weiterzutragen.

In Stadtlohn sieht Hegge sich also genau um, hört zu und notiert sich die Sorgen der Pfarrgemeinde. Wirkliche Probleme gebe es nicht, sagt Pfarrer Jürgen Lürwer. Dennoch haben die Stadtlohner an ihren Weihbischof ein paar Wünsche gerichtet, einen davon hat die St.-Anna-Realschule geäußert. „Die Finanzierung leistet zur Hälfte das Bistum. Die Schule wünscht sich einen neuen Flügel“, sagte Lürwer. Diese Anregung nimmt Weihbischof Dr. Christoph Hegge mit nach Münster und leitet sie weiter.

Enger Zeitplan

Der Zeitplan des Weihbischofs ist eng gesteckt. Bereits in der vergangenen Woche hat Christoph Hegge mit der Visitation begonnen. Er besuchte das Pfarrbüro, sprach mit Mitarbeitern der Gemeinde, besuchte St. Otger und hielt eine Messe in St. Carl Borromäus in Büren.

Auch in dieser Woche ist Hegge lange in Stadtlohn unterwegs, spricht mit Erzieherinnen, mit Gemeindemitgliedern. Sein Besuch endet erst um 22 Uhr nach einem Besuch beim Pfarreirat und dem Kirchenvorstand. Erst dann geht es für den Weihbischof wieder zurück nach Münster.

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