Der Gebäudetrakt A (links) der Hilgenbergschule wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Was mit dem Gebäudetrakt B (rechts) geschehen soll, ist noch nicht endgültig entschieden. © Stefan Grothues
Schulneubau

Wettbewerb: Hilgenbergschule geht mit neuem Schulgebäude in die Zukunft

Die Hilgenbergschule weist große bauliche Mängel auf. Ein Teilneubau ist längst beschlossene Sache. Das Raumprogramm für den Realisierungswettbewerb steht jetzt. Eine Frage bleibt noch offen.

Die Hilgenbergschule macht einen großen Schritt in die Zukunft. Sie erhält ein neues Schulgebäude, das dem vermehrten Ganztagesbetrieb Rechnung trägt, das mehr auf Lernen in Gruppen als auf den Frontalunterricht ausgerichtet ist und das die längeren Anwesenheits- und Arbeitszeiten der Lehrerschaft berücksichtigt.

So sieht es das Raumprogramm vor, das der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig als Grundlage für den Realisierungswettbewerb Hilgenbergschule beschlossen hat. Bereits Anfang des Jahres 2021 hatte sich der Bauausschuss für einen Abriss des älteren, eingeschossigen A-Gebäudes ausgesprochen. Statische Probleme, bauliche Mängel, Brandschutzauflagen und wachsender Platzbedarf für die Offene Ganztagsschule waren der Anlass.

Das jetzt von der Stadtverwaltung erstellte Raumprogramm sieht für die dreizügige Grundschule zwölf Regelklassenräume, sechs Differenzierungsräume, einen DaZ-Raum (Deutsch als Zweitsprache), einen Musikraum, einen Kunst- und Werkraum sowie einen Computerraum vor.

Mensa für die OGS

Für die Offene Ganztagschule sind drei Gruppenräume, eine Mensa und ein OGS-Büro vorgesehen. Zum fast 2600 Quadratmeter umfassenden Raumprogramm gehören unter anderem auch eine Aula, ein Sanitätsraum, Lehrerzimmer, Schulleitungsbüros, Lehrerarbeitsraum und ein Büro für die Schulsozialarbeit.

„Wir haben das Raumprogramm nach Besuchen von Schulneubauten in Coesfeld, Gronau und Südlohn in Abstimmung mit der Hilgenbergschule und mit dem Schulrat erstellt. Wir wollen ein gutes Angebot schaffen und halten das vorgeschlagene Programm so für auskömmlich“, erklärte der Erste Beigeordnete Günter Wewers im Bauausschuss.

Auf 3,3 Millionen Euro wurden die Baukosten Anfang des Jahres geschätzt. Für den jetzt anstehenden Wettbewerb stehen 50.000 Euro bereit.

Abriss des B-Gebäudes ist noch nicht beschlossene Sache

Offen bleibt vorerst noch die Frage, ob das aus den 1970er-Jahren stammende B-Gebäude auch abgerissen oder weiter genutzt wird. Nach einer gutachterlichen Untersuchung steht es auf der Kippe.

Günter Wewers: „Aufgrund des Restwertes und des vorliegenden Sanierungsstaus kann das Gebäude im Wettbewerbsentwurf entweder überplant oder erhalten werden. Die Wirtschaftlichkeit des Erhalts oder des Neubaus ist im Erläuterungstext des Wettbewerbsbeitrags zu begründen.

Hermann Lensker (CDU) hält es für gut, dass über den Abriss des B-Gebäudes nicht voreilig entschieden wird. Erwin Plate (UWG) wollte sich am liebsten jetzt schon für einen Erhalt des B-Gebäudes entscheiden: „Das B-Gebäude ist noch in Ordnung. Das sollten wir bitte erhalten.“

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Stefan Grothues