Windpark Hengeler-Wendfeld geht auf die Zielgerade

Millionenprojekt

Das Genehmigungsverfahren für den Windpark Hengeler-Wendfeld geht auf die Zielgeraden. Die Gesellschafter der He-We-Windpark GmbH sind optimistisch, dass der Baubeginn für die Millionen-Investition noch in diesem Jahr sein wird.

STADTLOHN

, 31.08.2016, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Windpark Hengeler-Wendfeld geht auf die Zielgerade

Eine Windradturbine (hier in Wüllen) im Aufbau: Soweit ist es im Windpark Hengeler-Wendfeld noch nicht. Aber die Windparkbetreiber hoffen, dass sich schon im nächsten Sommer die Rotoren drehen werden.

Einstimmig hat am Dienstagabend der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss dem Rat empfohlen, den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

In dem Bebauungsplan werden unter anderem die Standorte der acht geplanten Windkraftanlagen genau festgelegt. Parallel dazu laufen zwei weitere Verfahren: die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans und die Genehmigung nach dem Bundesemissionsschutzgesetz.

Eile geboten

Eile ist aus Sicht der Investoren geboten. Denn nur, wenn die Genehmigung bis zum Ende dieses Jahres erfolgt, können die Betreiber mit den festen Fördersätzen der Einspeisevergütung rechnen. Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp und Bürgermeister Helmut Könning sind optimistisch, dass die Fristen eingehalten werden. Pennekamp: "Ich gehe davon aus, dass die Genehmigungsbehörden in der Lage sind, die Genehmigung auszusprechen." Der Bürgermeister formulierte es so: "Im Moment sind wir noch im grünen Bereich."

In der Sitzung am Dienstagabend ging es noch einmal um Detailfragen des Schutzes von Fledermäusen und Kiebitzen, um Ausgleichsmaßnahmen und Bestimmungen zum Anlagen-Rückbau in ferner Zukunft.

Keine Einwendungen

Von Anwohnern aus der Bauerschaft waren im Rahmen der Offenlegung der Pläne keine neuen Einwendungen gekommen. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung aber hatte bereits ein gutes Dutzend Nachbarn Bedenken geäußert. Befürchtet werden Lärm, Infraschall, Schattenschlag, rotes Dauerblinken bei Nacht, eine Verschandelung der Landschaft, gesundheitliche Risiken und Wertverluste für ihre Häuser. Gutachter indes hielten die gewählten Abstände für ausreichend und alle gesetzlichen Bestimmungen für erfüllt. Daher hatte der Rat bereits in einer früheren Sitzung die Bedenken zurückgewiesen. Den endgültigen Abwägungsbeschluss trifft der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 14. September.

Könnte die Klage eines Anwohners gegen den Windpark den straffen Zeitplan noch durcheinanderwirbeln? "Nein", sagt Otger Harks, einer der Gründungsgesellschafter der He-We-Windpark GmbH & Co. KG. "Für die Zusage der Einspeisevergütung zählt erst einmal der Zeitpunkt der Genehmigung, ganz unabhängig von einer etwaigen Klage."

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