Zahl der Flüchtlinge ist gesunken

Trotz 71 Neuaufnahmen

Die Zeichen stehen weiter auf Entspannung: Die Zahl der Flüchtlinge in Stadtlohn sinkt. 413 Flüchtlinge lebten Anfang 2016 in den städtischen Unterkünften. Am Jahresende waren es nur noch 337. Doch die Aufgaben der Integration und Vermittlung in Arbeit bleiben groß.

Stadtlohn

, 16.03.2017, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahl der Flüchtlinge ist gesunken

Fachbereichsleiter Ludger Wilmer (Foto) hat für den Sozialausschuss die Zahlen des vergangenen Jahres zusammengetragen. Obwohl im vergangenen Jahr 71 Flüchtlinge neu in Stadtlohn aufgenommen wurden, befindet sich die Kurve der Leistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz seit Jahresanfang 2016 kontinuierlich im Sinkflug. Weil über 100 anerkannte Flüchtlinge nun SGBII-Leistungen beziehen. Weil über 80 Flüchtlinge freiwillig ausreisten oder abgeschoben wurden. Oder weil Flüchtlinge eine Arbeit gefunden haben. Dies gelang 2016 elf Flüchtlingen.

Gute Sprachkenntnisse

"Gute Sprachkenntnisse sind dabei das A und O", sagt Ludger Wilmer. Aus diesem Grund seien die Sprachkurse bei den Integrationsbemühungen weiter "absolut vorrangig". Flüchtlinge, die das ernst nähmen und Eigeninitiative entwickelten, hätten durchaus Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wilmer: "Viele sind auf einem guten Weg, andere brauchen mehr Unterstützung."

Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt

Angespannt ist nach wie vor die Lage auf dem Wohnungsmarkt. "Dank des großen ehrenamtlichen Engagements der Flüchtlingshelfer können wir aber immer wieder mal Flüchtlinge auf dem privaten Wohnungsmarkt vermitteln", so Ludger Wilmer. Damit entspanne sich die Situation in den 30 städtischen Flüchtlingsunterkünften weiter.

Zurzeit muss Stadtlohn keine neuen Flüchtlinge aufnehmen. Das bleibt mindestens bis April so. In den Monaten danach rechnet Ludger Wilmer wegen eines neuen Verteilschlüssels mit 35 neuen Zuweisungen.

Sorgenfalten treibt ihm diese Zahl nicht auf die Stirn: "Das stellt uns nicht vor unlösbare Probleme. Nach den vielen Fortzügen haben wir freie Reserven in den städtischen Unterkünften."

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt