Zeichen des Glaubens

Stadtlohn Eine große Zahl von Gemeindemitgliedern hatte sich sm Sonntag - dem Fest Mariä Heimsuchung - schon auf dem Kapellenplatz am Hilgenberg versammelt, bevor die vom Küster noch per Hand geläutete Glocke die Ankunft der vielen Prozessionsteilnehmer ankündigte.

03.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einer jahrhundertealten Tradition folgend, geht diese Wallfahrt alljährlich von der St. Otger-Kirche aus. Unter den großen Lindenbäumen, die den historischen Ort umgeben, stand neben dem Altar die mit Votivgaben geschmückte Madonna. Umrahmt von Fahnen und Bannerabordnungen und den Messdienern, zelebrierte Pfarrer Stefan Jürgens mit Priestern und Diakonen die Messe, wobei Kinder die Fürbitten vortrugen. Zum Thema «Begegnungen», dem Leitwort der Hilgenbergprozession, sprach Diakon Robert Große Liesner in seiner Predigt: «Für Maria und Elisabeth ist Gott erfahrbar geworden, weil Maria den weiten Weg von Nazareth nach Judäa nicht gescheut hat. So kann auch für uns Gott erfahrbar werden, wo wir menschliche Barrieren des Andersseins und besonders des Schuldig-Gewordenseins überwinden und wo Versöhnung möglich wird», so der Diakon.

Bei der anschließenden Sakramentsprozession durch das Kapellenviertel trugen vier Frauen der KFD auf ihren Schultern die blumengeschmückte Madonnenstatue. Vor dem Schutzengelbildstock an der Engelstraße hielten die Prozessionsteilnehmer eine Gebets-Statio. Die Wiesentaler Musikkapelle begleitete instrumental Prozession und Eucharistiefeier. Trotz Wolken verhangenem Himmel blieb der Sonntagmorgen aber regenfrei. Und mit dem alt vertrauten Muttergotteslied «Wunderschön prächtige....» endete die Prozession als ein bewegendes Zeichen des Glaubens. sd

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