Zu wenig Parkplätze geplant

Otgerus-Haus

Der Traum vom neuen Otgerus-Haus an der Dufkampstraße ist erst mal aufgeschoben - zumindest was die Parkplatz- und Wegesituation angeht. Im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss am Dienstagabend haben die Politiker der von der Verwaltung vorgeschlagenen Variante eine Abfuhr erteilt. Der eigentliche Bauvorhaben dagegen kann seinen weiteren Lauf nehmen. Jetzt soll das Büro E4-Architekten aus Münster noch mal nachbessern.

STADTLOHN

, 24.06.2015, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zu wenig Parkplätze geplant

Wenngleich der Gesamtentwurf des neuen Pfarrzentrums guten Anklang fand, steckte der Teufel im Detail. Vor allem die Parkplatzsituation und die Straßenführung über selbigen gefiel den Ausschussmitgliedern nicht besonders. „Reichen denn die eingezeichneten Parkplätze überhaupt aus?“, wollte CDU-Ratsherr Josef Wansing wissen. Schließlich würde dieser von der Kindertagestagesstätte, der Bücherei und dem neuen Zentrum gleichermaßen genutzt.

Auch Straßenführung gefiel nicht

Auch Franz-Josef Demes (SPD) fand, dass es bereits jetzt zu wenig Parkplätze an der Bücherei gebe. Mit der vorgeschlagenen Lösung würden es sogar drei Plätze weniger als bisher sein. Bauamtsleiter Mathias Pennekamp warf ein, dass der Stellplatznachweis noch nicht ermittelt worden sein. Auch die Straßenführung über den Parkplatz hinweg, statt nebenher, stieß im Ausschuss auf wenig Zustimmung.

UWG-Mann Hermann Steverding schlug vor, entlang der Ostseite der Bücherei sogenannte Längsparker-Plätze statt des Grünstreifens einzurichten. Ein weiterer Vorschlag vonseiten der Unabhängigen Wähler war, dass der neue Weg, der um die Bücherei zum Kindergarten führen wird, als Einbahnstraße ausgewiesen wird. Diese Regelung soll Verkehrsstörungen in der Hol- und Bringzeit des Kindergartens minimieren. Eine Zufahrt über die Dufkampstraße sei hier zu favorisieren.

Feuerwehr braucht einfache Zufahrt  

Ein weiteres Problem, das noch geklärt werden müsse, sei die problemlose Zufahrt für die Feuerwehr. „Hier sind wir aber bereits im Gespräch“, erklärte Architekt Frericks. Ein weiterer Punkt, der in die Überarbeitung mit einfließen sollte, ist die Zufahrtssituation zum angrenzenden Jugendcafé.

Auch hier reichten die derzeitigen Planungen den Politikern nicht. Der eigentliche Entwurf des neuen Zentrums sagte den Ausschussmitgliedern jedoch zu. Vor allem die Anlehnung an die Neugestaltung der Innenstadt – schließlich wird das neue Otgerus-Haus als Eingang zur Innenstadt gesehen – kam bei den anwesenden Politikern gut an.

Graffitis vermeiden

Sorgen um die helle Fassade machte sich am Dienstagabend Cäcilia Völker (CDU). „Meinen sie nicht, dass eine so schöne helle Fläche die Graffiti-Sprayer anlockt?“, wollte sie vom Architekten wissen.

Dieser schlug vor, die Fassade entsprechend zu beleuchten, sodass sich dort keiner zum Beschmieren aufhalten wolle. „Wenn wir nun Fenster in der Fassade einbauen würden, um so etwas zu verhindern, würde es den ganzen Entwurf zunichtemachen“, so Frericks.

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