Züge zwischen Stadtlohn und Vreden können wieder rollen – in Spur N

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Bald könnte es wieder eine Schienenverbindung zwischen Stadtlohn und Vreden geben. Zumindest in der Modellbauspur N. Ein Fachverlag hat aus alten Plänen eine Anlage entworfen.

Stadtlohn

, 10.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht einmal die Gleise sind noch zu sehen. Die WLE-Nordbahn zwischen Stadtlohn und Vreden ist längst Geschichte. Doch bald schon könnten die Loks in vielen Hobbykellern wieder auf die Strecke zwischen dem Sackbahnhof Vreden und dem Stadtlohner Lokschuppen gehen.

Denn der Miba-Verlag, ein Fachverlag für Modellbau aus Fürstenfeldbrück, hat Gleispläne für beide Bahnhöfe und einen Teil der Strecke dazwischen in den Spuren H0 und N nachgezeichnet. Auf 14 Seiten werden dort die Geschichte der Bahn, die Architektur der Strecken und Planskizzen für die Modellabschnitte zusammengefasst.

Miba, Endbahnhöfe Vorbild und Modell, ISBN: 978-3-89610-734-3, 15 Euro.

Dafür konnten die Modellbahn-Enthusiasten auf umfangreiches Material vom Eisenbahnclub Stadtlohn zurückgreifen. „Wir haben damals ja alles an Plänen, Bildern und Skizzen gesammelt, was wir bekommen konnten“, sagt Heinz Garwer, der mit dem Eisenbahnclub Stadtlohn das WLE-Eisenbahnmuseum im alten Lokschuppen des Stadtlohner Bahnhofs betreibt.

Diese Modellzeichnungen seien nun alleine schon ein Lohn für die viele Arbeit. „Ein bisschen verrückt muss man dafür schon sein“, sagt er lächelnd.

Er ist überzeugt, dass etliche Modellbahner die Skizzen in eigene Anlagen umsetzen werden. Denn – so verrät es auch das aktuelle Miba-Magazin „Endbahnhöfe Vorbild und Modell“: Beide Bahnhöfe seien betrieblich interessant und böten viele verschiedene Möglichkeiten.

Erste Anfragen liegen schon fünf Jahre zurück

Die Zusammenarbeit mit dem Verlag hatte sich über lange Zeit angebahnt. „Die ersten Anfragen nach Plänen sind glaube ich schon fünf Jahre her“, erinnert sich Heinz Garwer. Das Erscheinen habe sich aber immer wieder verzögert.

Die beide Bahnhöfe in Stadtlohn (oben) und Vreden (unten) auf einer Modellbahnanlage. Durch die Pläne des Eisenbahnmuseums in Stadtlohn konnte der Fachverlag Miba einen genauen Gleisplan für ein Modell in der Spur N entwerfen. Die Maße der Anlage: 3,8 mal 2,50 Meter.

Die beide Bahnhöfe in Stadtlohn (oben) und Vreden (unten) auf einer Modellbahnanlage. Durch die Pläne des Eisenbahnmuseums in Stadtlohn konnte der Fachverlag Miba einen genauen Gleisplan für ein Modell in der Spur N entwerfen. Die Maße der Anlage: 3,8 mal 2,50 Meter. © Miba-Verlag/Gerhard Peter

Das Besondere an dem Entwurf für die Anlage in Spur N sei die Größe. „So könnte man den Stadtlohner und den Vredener Bahnhof auf einer Anlage zusammenbringen“, schwärmt der Chef des Eisenbahnmuseums in Stadtlohn. „Das wäre ja in der üblichen Spurweite H0 gar nicht möglich“, fügt er hinzu.

Anlage für das Eisenbahnmuseum noch nicht geplant

Ob denn so eine Anlage nicht gut ins Eisenbahnmuseum Stadtlohn passen würde? Sicherlich, vielleicht, irgendwann einmal, Heinz Garwer lässt die Antwort im Vagen. Denn genau genommen ist das ja das Gebiet der Modellbahnfreunde. Die gehören zwar mit zum Eisenbahnclub Stadtlohn, haben im Lokschuppen aber ihre ganz eigenen Räume. Und denen möchte Heinz Garwer nichts vorgeben.

Auch Autor und Zeichner Gerhard Peter freut sich über die gute Resonanz auf seine Entwürfe. Besonders schön für ihn sei der Blick in die alte Heimat. Vor Jahren war er einmal beruflich in Stadtlohn tätig. Kontakt zu den Eisenbahnfreunden hatte er damals aber nicht. Der sei nun durch die Eisenbahner-Szene ganz neu entstanden.

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