58 Mitarbeiter zählen Rathaus, Bauhof, Kläranlage und Co in Südlohn

Gemeinde Südlohn

Die Aufgaben der Gemeindeverwaltung für die Südlohner und Oedinger sind vielfältig. Wir haben nachgefragt: Wie viele Mitarbeiter kümmern sich in Rathaus und Co. um die Belange der Bürger?

Südlohn

, 24.01.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
58 Mitarbeiter zählen Rathaus, Bauhof, Kläranlage und Co in Südlohn

Zehn Leute arbeiten in Vollzeit am Bauhof in Südlohn. Wie hier im vergangenen Jahr, steht auh aktuell der Winterdienst bei den Aufgaben ganz vorne an. © Markus Gehring

Im Rathaus einen Personalausweis beantragen, einen Hochzeitstermin festlegen oder den wackeligen Bürgersteig vor der Haustür repariert zu bekommen – das sind nur einige Beispiele für Anliegen von Einwohnern, für die eine Gemeindeverwaltung zuständig ist. 58 Mitarbeiter sind es insgesamt – in Voll- und Teilzeitstellen allerdings, die sich in Südlohn um die Geschäfte der Gemeinde kümmern. 35 Mitarbeiter sind direkt im Rathaus tätig, zehn auf dem Bauhof, sechs am Klärwerk, dazu kommen fünf Mitarbeiter an den Schulen und drei für den Kultur- und Freizeitbetrieb. Und das bei einer 9560-Einwohner-Gemeinde (Stand Ende 2018). Reicht das?

„Hier und da ein bisschen knapp“

Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) habe festgestellt, dass die Gemeinde da durchaus Maßstäbe setzt, so Bürgermeister Christian Vedder am Mittwoch im Telefonat mit der Redaktion. Die GPA schaue nach Aufgabengebieten auf die personelle Ausstattung der Kommunalverwaltungen und bewerte die Ausstattung für Südlohn als gut. Es sei aber auch festgehalten worden, dass es „hier und da ein bisschen knapp“ sei, fast der Bürgermeister zusammen.

58 Mitarbeiter zählen Rathaus, Bauhof, Kläranlage und Co in Südlohn

Eine Gebäudereinigerin wischt den Flur in einer Schule. In Südlohn gibt es festangestellte Reinigungskräfte im Rathaus wie auch beauftragte Dienstleister. Aber mit Angestellten aus der Region. © picture alliance/dpa

Ist der Verwaltungschef denn mit einer Forderung nach mehr Personal in die Ratssitzung gegangen? Immer im Dezember, noch vor den Haushaltsplanberatungen, werde die Personallage im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung besprochen, teilte Christian Vedder mit. Nicht-öffentlich, weil bei dem überschaubaren Rathausteam einiges schon konkreten Personen zugeordnet werden könne. „Wir sind noch in der Umstrukturierung“, sagte er zur aktuellen Lage. In Ruhestand gegangene und in Altersteilzeit befindliche Mitarbeiter machten das nötig. Konkret habe er keine Personalforderung gestellt.

Langfristig Bedarf im IT-Bereich

Aber wenn er in die Zukunft blickt und seine Wünsche äußern darf, dann sieht der Bürgermeister langfristig Bedarf im IT-Bereich. Elektronische Vergaben ist da nur ein Stichwort, „das wird auf Dauer wichtig“, betont Christian Veder. Auch mit Blick auf die gemeindeeigenen Schulen und deren digitale Ausstattung ist der IT-Bereich bedeutend. Aber jenseits von der Informationstechnik: In der jüngsten Hauptausschusssitzung seien durchaus Signale für mehr Personalbedarf im sozialen Bereich (von der SPD) und für die Fachabteilung Bauen und Planen (von der CDU) gekommen. Das Bauamt sei „äußerst gut „ausgelastet, meint auch der Bürgermeister. Die Frage sei aber, ob die Gemeinde für fachbezogene Dinge nicht auch „Fachkunde einkaufen“, also Aufträge an Externe vergeben, solle.

58 Mitarbeiter zählen Rathaus, Bauhof, Kläranlage und Co in Südlohn

Die Informationstechnik nimmt auch in der Verwaltungsarbeit mehr Raum ein. © picture alliance/dpa

Eins stehe fest: „Wir halten keine Stellenpuffer vor“, betonte der Bürgermeister. Das eingeschworene Team im Rathaus arbeite auch fachabteilungsübergreifend, so könne ausgeglichen werden, wenn es irgendwo eng wird. Wichtig sei aber auch, an die Zukunft zu denken: „Wir bilden Leute aus und wollen die auch hier halten“, so Christian Vedder. Aktuell werden zwei junge Menschen zu Verwaltungsfachangestellten ausgebildet. Für das aktuelle Jahr sind je eine Ausbildungsstelle zum Verwaltungsfachangestellten und zur Fachkraft für Abwassertechnik vorgesehen. Angedacht sei auch, einen Straßenwärter am Bauhof ausbilden zu lassen, so Christian Vedder.

Sechs Seiten langer Stellenplan

Dies steht im Stellenplan im Haushaltsplanentwurf der Gemeinde Südlohn. Sechs Seiten lang ist dieser. Sechs Seiten voller Tabellen und Zahlen über Besoldungs- und Entgeltgruppen, über tatsächlich besetzte Stellen oder auch die Bezeichnungen der Produktbereiche. Jede Stelle ist einem Bereich von der Sportförderung über den Umweltschutz bis zur Ver- und Entsorgung zugeordnet. Dies ist die theoretische Seite der Personalplanung – die Anzahl der Stellen darin ist natürlich nicht die gleiche Anzahl wie die der Mitarbeiter. Was dem Zahlenwerk ohne besondere Mühe zu entnehmen ist: Es gibt in Südlohn einen Wahlbeamten – den Bürgermeister.

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