Als Palliativpflegerin viel Wertschätzung erfahren

Serie Helden des Alltags

Allen Menschen aus und in Südlohn und Oeding, die sich der Kranken- und Altenpflege widmen, möchte die Bürgerstiftung Südlohn-Oeding, einen Tag widmen. Nämlich den 15.Oktober, den Tag, an dem sie ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Im Vorfeld stellen wir in einer Serie verschiedene Menschen und Einrichtungen in und aus Südlohn und Oeding vor. Heute geht es Heute geht es um praktische Erfahrungen in der Palliativpflege.

27.08.2017, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Theresa Schüring (l.) im Gespräch mit Kristin Weßling

Theresa Schüring (l.) im Gespräch mit Kristin Weßling

Wie viele Alten- und Krankenpfleger würde auch Theresa Schüring, Studentin der Kranken- und Gesundheitspflege, ohne praktische Erfahrungen nicht im Palliativbereich des Stadtlohner Krankenhauses Maria Hilf arbeiten. Besonders in jungen Jahren will sich kaum jemand mit dem Tod beschäftigen. Doch für die 23-Jährige gehört er zum Beruf – sie betreut und pflegt Palliativ-Patienten, die keine Chancen auf Heilung haben.

Ausgleich zur emotionalen Belastung

Sie selbst schafft sich durch Spaziergänge einen Ausgleich zur emotionalen Belastung im Alltag. „Nicht der Tod an sich ist belastend, sondern die psychischen Aspekte durch die Betreuung der Patienten und der Angehörigenarbeit“, sagt Theresa Schüring. Sie empfindet diese Belastung nicht als negativ. Schlimmer seien die Vorurteile einiger Angehörigen. Diese sehen Krankenpfleger oft als „Mädchen für alles“ und unterschätzen, dass die Zeit begrenzt ist und vor allem Aufgaben – wie den Patienten und Angehörigen ehrliche, warme Worte zu schenken – deshalb oft zu kurz kommen. Um mehr Zeit für die Patienten und Angehörige zu haben, wünscht sich Schüring einen höheren Personalschlüssel.

"Es sollte mehr Aufklärung geben"

„Allgemein sollte es mehr Aufklärung über die Kranken- und Pflegeberufe geben, damit Vorurteile verschwinden.“ Schüring ist durch ihre vierjährige Arbeit in einem Altenheim auf den Palliativbereich aufmerksam geworden. Die Abwechslung im Alltag bereitet ihr Freude. Mal ist die physische Arbeit in Bezug auf die Pflege höher, mal die psychische Arbeit. „Obwohl in der Kranken-und Altenpflege einige Aufgaben wie die Grund- und Behandlungspflege gleich sind, ist die körperliche Arbeit hier im Vergleich zur Altenpflege viel geringer. Dennoch erfährt man im Palliativbereich mehr Wertschätzung und Anerkennung für seinen Beruf“, sagt Theresia Schüring.

Die Bürgerstiftung feiert am Sonntag, 15. Oktober, zehnjähriges Bestehen. Bei einem Festakt will die Bürgerstiftung dann die „Helden des Alltags“ ehren. Das Fest beginnt um 10.30 Uhr in der Festhalle Terhörne. Anmeldungen bei Hubert Epping, Tel. (02862)  41 83 29 11, oder Herbert Lenger, Tel. (02862) 75 28. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenfrei.

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