Annette Rensing öffnet ihren Garten trotz des Coronavirus

rnTag der offenen Gärten

Der Tag der offenen Gärten ist für Annette Rensing ein fester Termin – trotz Coronavirus. Am Pfingstwochenende können Besucher ihren Garten erkunden – unter strengen Hygienevorschriften.

Südlohn

, 27.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass sie sich den Tag der offenen Gärten vom Coronavirus verderben lässt, kam für Annette Rensing überhaupt nicht in Frage. Seit bald 20 Jahren beteiligt sich die Südlohnerin an der Aktion. Gut, ein bisschen skeptisch sei sie anfangs schon gewesen. Doch nach einem Telefonat mit dem Ordnungsamt sei sie in die Planung eingestiegen.

Denn ein bisschen anders als gewöhnlich werden diese Tage des offenen Gartens schon werden. „Wir mussten einen Rundlauf anlegen, damit sich die Menschen nicht auf zu engem Raum begegnen“, sagt sie. Auch dürfe nur eine bestimmte Zahl von Besuchern in den Garten kommen.

Einblicke in den verborgenen Garten

Der Garten von Familie Rensing, Eschlohner Straße 7, ist an diesen Gartentagen für Besucher geöffnet:
  • Samstag, 30. Mai, 10 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 31. Mai, 10 bis 18 Uhr
  • Montag, 1. Juni, 10 bis 18 Uhr
  • Samstag, 6. Juni, 10 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 7. Juni, 10 bis 18 Uhr
Eintritt: drei Euro pro Person. Kinder bis 15 Jahre frei. Außerhalb der Gartentage kostet der Eintritt fünf Euro pro Person bei Gruppen ab fünf Personen. Besichtigungen können dann unter Tel. (02862) 7305 oder per E-Mail vereinbart werden.

Deswegen könne es vor der Gartenpforte auch einmal zu kurzen Wartezeiten kommen. Auch alle Stühle musste sie für die Öffnung aus dem Garten entfernen. Zusätzlich wird sie Spender mit Desinfektionsmittel aufstellen. „Ich möchte mich ja auch selbst schützen“, sagt die 63-Jährige.

Garten wird seit 1977 immer weiter perfektioniert

1977 kam sie nach Südlohn und bezog das Haus an der Eschlohner Straße. „Ab da konnte ich mir meinen Traum vom Garten verwirklichen“, sagt sie. Das Konzept dafür hatte sie schon als kleines Mädchen im Kopf: „Meine eine Oma hatte einen wunderschönen Bauerngarten. Ich bin ja auf einem Bauernhof groß geworden“, erzählt Annette Rensing.

Eine echte Gartenoase breitet sich auf rund 2000 Quadratmetern an der Eschlohner Straße 7 aus. Annette Rensing öffnet ihren Garten beim Tag der offenen Gärten und sorgt mit einem Hygienekonzept dafür, dass der Besuch trotz der Corona-Krise möglich ist.

Eine echte Gartenoase breitet sich auf rund 2000 Quadratmetern an der Eschlohner Straße 7 aus. Annette Rensing öffnet ihren Garten beim Tag der offenen Gärten und sorgt mit einem Hygienekonzept dafür, dass der Besuch trotz der Corona-Krise möglich ist. © Stephan Teine

Auch wenn die Großmutter es wohl nie gerne gesehen hat, dass die Kinder im Gemüsegarten Verstecken gespielt haben, Ärger habe es deswegen nie gegeben. „Auch nicht, wenn wir mitten in das Gemüse gesprungen sind“, sagt Annette Rensing lächelnd.

Ihre andere Großmutter hat ihr immer Märchen aus 1001 Nacht erzählt. Und so haben es eben auch viele orientalische Einflüsse in das Rensing‘sche Gartenparadies geschafft. „Seit ich zehn Jahre alt war, wusste ich eigentlich schon, wie mein Garten einmal aussehen soll“, sagt sie.

Gartenpläne standen im Alter von zehn Jahren schon fest

Diese feste Vorstellung hat sie inzwischen auf rund 2000 Quadratmetern Grundstück in mehreren Zonen verwirklicht. Dort gibt es einen großen Küchengarten und einen angelegten Terrassengarten. Direkt am Haus, der Hausgarten mit Beeten, einer Rasenfläche, Brunnen und Sitzgruppen wirkt dagegen trotz der vielen Details schon fast unscheinbar.

Terrassengarten, Hausgarten und Küchengarten – bei Annette Rensing gibt es eine Menge zu entdecken.

Terrassengarten, Hausgarten und Küchengarten – bei Annette Rensing gibt es eine Menge zu entdecken. © Stephan Teine

„Einige Eindrücke von Reisen haben wir hier auch wieder aufgenommen“, sagt sie. So habe ihr Mann beispielsweise gerade erst ein neues Wandbild mit Motiven aus Indien fertiggestellt. Auch Skulpturen lokaler Künstler stehen dort im Garten.

An der Eschlohner Straße gibt es für Besucher auf jeden Fall eine Menge zu entdecken. Wieviele Menschen die Gelegenheit in diesem Jahr nutzen werden, mag Annette Rensing noch nicht abschätzen. „Das müssen wir ganz einfach abwarten“, sagt sie.

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