Arbeit ruht auf drei Säulen

Jugendwerk

OEDING „Es ist einiges passiert. Wir haben Gas gegeben!“ Winfried Laurich fasste damit gleich zu Beginn seines Jahresberichts auf der Mitgliederversammlung des Jugendwerks am Montagabend im Rathaus-Sitzungssaal zusammen, was er und seine zwei Mitstreiter Annemarie Mensing und Luis-Eric Cubarsi-Elfering anschließend eindrucksvoll mit Fakten belegen sollten.

von Von Georg Beining

, 17.12.2009, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Jugendhaus Tipi hat sich wie auch im Südlohner Jugendhaus Oase im vergangenen Jahr viel getan.

Im Jugendhaus Tipi hat sich wie auch im Südlohner Jugendhaus Oase im vergangenen Jahr viel getan.

Oase, Tipi und Jugendbüro stützen sich ihrerseits auf vier Bereiche: die verschiedenen Jugendcliquen in der Ortsteilen, auf die Grundschulen mit ihren OGS-Einrichtungen, die Ehrenamtler in den heimischen Vereinen und Verbänden sowie auf die Roncalli-Hauptschule mit der Schulsozialarbeit Annemarie Mensings - die zugleich die Oase leitet. Das hat handfeste Vorteile. Winfried Laurich: „Wir erreichen damit ein Vielfaches an Jugendlichen gegenüber früher.“ Neu ist auch die aufsuchende Jugendarbeit, die Laurichs Aufgabe ist: Er hat eine ganze Reihe fester Treffpunkte in beiden Ortsteilen ermittelt, an denen sich regelmäßig Jugendliche zusammenfinden - beispielsweise an Spielplätzen, auf Schulhöfen, an der Schlinge oder am Vereinshaus. „Ich tauche dort regelmäßig auf und sehen nach dem Rechten“, berichtete Laurich,  „Der Kontakt zu den Jugendlichen ist in aller Regel gut. Die wissen, dass ich öfters mal nachschaue.“

Alle Cliquen an diesen Treffpunkten erreicht der Jugendarbeiter nicht. Andere sind mittlerweile an die Jugendhäuser angebunden. Man denkt auch über Alternativen nach, so Laurich: „Wir könnten beispielsweise einen gemeinsamen Treffpunkt schaffen, etwa mit einem Bauwagen, den die Jugendlichen per Vertrag nutzen könnten.“ Neu ist auch der „Mädchentag“ einmal pro Woche in beiden Jugendhäusern. Annemarie Mensing berichtete: „An diesen Tagen steuern auch Mädchen die Jugendhäuser an, die sich zu den allgemeinen Öffnungszeiten dort nie blicken lassen würden.“ Es sind mehr als 200 Jugendliche erreicht worden seit der Neuorganisation der Jugendarbeit. Und es wurden rund 30 neue ehrenamtliche Mitarbeiter gefunden. „Das spricht sicher für ein Erfolgsmodell“ - so das Fazit der drei Jugendarbeiter.

Lesen Sie jetzt