Auf in die digitale Zukunft

Grundschulen

Südlohn bereitet den Weg für die digitale Zukunft. In dem Fall geht es um die der ganz jungen Bürger. Konkret wird gerade an einem Medienkonzept für die beiden Grundschulen gearbeitet.Damit beschäftigt sich der Schul-, Jugend- und Sozialausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, 16. September.

SÜDLOHN

, 01.09.2017, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf in die digitale Zukunft

Beim „digitalen Lernen“ nutzt hier ein Schüler ein Tablet. Hardware und Infrastruktur in den Schulen müssen dafür stimmen, dafür will die Gemeinde Südlohn sorgen.

Auslöser ist die Verpflichtung der Gemeinde durch das sogenannte „Schuldendiensthilfegesetz“, für ihre Schulen systematisch in einem Konzept darzulegen, wie sie diese technisch auf die Digitalisierung vorbereitet. Gleichzeitig müssen die dafür erforderlichen Investitionen und Anschaffungen benannt werden. Vor diesem Hintergrund will die Verwaltung jetzt mit beiden Schulen Gespräche führen, um gemeinsam ein Medienkonzept zu entwickeln. Auf der Basis kann dann geklärt werden, in welchem Rahmen Kredite aus dem Programm „Gute Schule“ in Anspruch genommen werden können. Im Fokus steht zuerst wegen akuten Handlungsbedarfs (Ersatzbau wegen Schadstoffbelastung) die St. Vitus-Schule. Darauf beschränkt sich zurzeit auch das kommunale Rahmenprogramm für 2017/ 2018. Im Haushalt stehen eine Millionen Euro für dieses und drei Millionen Euro für das kommende Jahr. An Förder-Krediten könnten jeweils 92 293 Euro eingesetzt werden.

Klassenräume verkabeln

Für Bürgermeister Christian Vedder ist klar, dass bei allen anstehenden Baumaßnahmen an der Vitus-Schule das Ziel der Digitalisierung integriert wird. Heißt zum Beispiel, alle Klassenräume so zu verkabeln, dass die notwendigen technischen Möglichkeiten geschaffen werden. Darauf soll die Baubeschreibung ausgelegt sein. Die Investition habe man auch für dieses Jahr „vorsorglich“ bereits im Haushalt eingestellt, werde die Gelder aber nicht komplett ausschöpfen. Vedder: „Es geht erst mal um Planungskosten.“ Gleichwohl rechne er damit, dass man den belasteten Bau noch in diesem Jahr abreißen und im kommenden Jahr bauen könne. Mit den entsprechenden Vorkehrungen für die Digitalisierung. Schlussendlich könnte die Investitionssumme dann auf insgesamt fünf Millionen Euro klettern: „Im Zweifel müssen wir den Haushalt erweitern.“ Vedder stellt aber auch das klar: „Die Galen-Schule wird bei der Digitalisierung nicht leer ausgehen.“ In Oeding gebe es bereits Planungen für das pädagogische Raumkonzept. „Auch in Oeding wird die erforderliche Infrastruktur geschaffen.“

In Kürze

  • Ein Anschluss an das Breitbandnetz soll zu verträglichen Kosten erfolgen.
  • Im Zuge von Sanierungs- und Neubauarbeiten sollen Gebäude zukunftssicher vernetzt werden.
  • Der Ausbau der Wlan-Technik soll vorangetrieben werden.
  • Auf neuesten Stand sollen die Server der beiden Schulen gebracht werden.
  • Ein Medienentwicklungsplan soll Grundlage für die weitere strategische Planung sein.
  • IT-Beauftragte kümmern sich um den digitalen Tagesbetrieb mit stetig wachsenden Aufgaben.
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