Bald müssen Anlieger für neue Straßen mehr bezahlen

Anteilserhöhung

Tiefer in die Tasche greifen müssen künftig die Anlieger neuer Straßen: Wo sie neu angelegt werden, fällt der Anteil künftig höher aus, der auf die daran wohnenden Bürger zukommt. Der Rat hatte dazu einstimmig eine Änderung der entsprechenden Satzung beschlossen.

SÜDLOHN

, 19.01.2015 / Lesedauer: 2 min
Bald müssen Anlieger für neue Straßen mehr bezahlen

Die Bahnhofsstraße ist in frisch saniert.

Danach erhöht sich der Anteil bei Anliegerstraße für die Fahrbahn von 50 auf 70 Prozent, beim Gehweg von 60 auf 80 Prozent und für Beleuchtung und Oberflächenentwässerung von 50 auf 70 Prozent. Niedriger liegen die Anteile der Anlieger von Haupterschließungsstraßen - doch auch sie erhöhen sich: von 30 auf 50 Prozent für die Fahrbahn und für Radwege, von 50 auf 70 Prozent bei Gehwegen.

Ähnlich verhält es sich bei Hauptverkehrsstraßen und bei Hauptgeschäftsstraßen, wobei dort die jeweiligen Anteile aber von vornherein unterschiedlich liegen. Weitere Faktoren in der Rechnung: die jeweils anrechenbaren Breiten. Hinzu kommen noch Flächen wie Parkstreifen oder bestimmte Grünanlagen.

Unterschiedlich genutzt

Die Verwaltung hatte die Erhöhung damit begründet, dass die neuen Sätze dem unterschiedlichen Grad der Nutzung eher entsprächen - denn da steht der Anteil der Allgemeinheit dem der Anlieger gegenüber. Dennoch bliebe Südlohn noch unter den Höchstsätzen der Mustersatzung.

Die Ratspolitiker hatten im Grundsatz auch nichts an dieser Entscheidung auszusetzen. Dabei verdeutlichte die Beratung, dass davon alle künftigen Arbeiten zum Endausbau einer Straße betroffen sind - auch dort, wo die Anwohner diesen bislang noch nicht gewünscht hatten. Wenn es dazu kommt, zählen nun die neuen Beitragssätze.

Wirtschaftswege bleiben

In der Satzung verbleiben sollen übrigens die Wirtschaftswege. Die Verwaltung hatte zunächst empfohlen, diese zu streichen. "Wir planen keine neuen, eher im Gegenteil", sagte Bürgermeister Christian Vedder. Maik van de Sand (Grüne) hatte daran erinnert, dass dieser Punkt jedoch durch das Gemeindeprüfungsamt bemängelt worden sei. Der Rat folgte seinem Antrag, die neue Satzung so zu ergänzen.

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