Bauausschuss macht Weg für 30.000 Euro teure Beregnungsanlage beim FC Oeding frei

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Politiker stimmen für 30.000 Euro teure Beregnungsanlage für den Hauptplatz des FC Oeding. Die Vereinsförderrichtlinie der Gemeinde kommt noch einmal auf den Prüfstand.

Südlohn

, 26.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Oeding soll eine automatische Beregnungsanlage für den Hauptplatz bekommen. Kostenpunkt: rund 30.000 Euro. Der Bauausschuss hat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig dafür gestimmt. Doch die Entscheidung ist nicht ohne Brisanz.

Ehrenamtliche behelfen sich bisher noch

Wie berichtet behelfen sich die Ehrenamtlichen des FC aktuell mit einer mobilen Anlage. Gerade in einem extremen Sommer wie im vergangenen Jahr ist das aber mit einem enormen Aufwand verbunden: Die mobile Anlage lässt sich mit dem Rasenmähertraktor des Vereins nur teilweise ziehen, andere Bewässerungsgeräte müssen ständig umgestellt werden. Alle zwei Stunden habe er die Anlagen umsetzen müssen, tags und nachts, hatte Franz Jägering, zweiter Vorsitzender des FC Oeding, im vergangenen Herbst erklärt. Bereits da hatte der Bau- und Planungsausschuss über das Thema gesprochen. Über den Haupt- und Finanzausschuss und die Haushaltsberatungen kam der Antrag nun dorthin zurück. In den Haushalt hatten die Politiker das Projekt bereits eingeplant, es bis zur jetzigen Diskussion noch mit einem Sperrvermerk belegt.

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Franz-Josef Rickers (Grüne) wollte dann aber wissen, wie sich die Kostenübernahme von 30.000 Euro durch die Gemeinde mit der Vereinsförderrichtlinie verträgt. Er befürchtete, dass sich andere Vereine ungerecht behandelt fühlen könnten oder ihrerseits große Projekte bei der Gemeinde beantragen könnten.

Politiker stimmen dafür, Sperrvermerk aufheben zu lassen

Alois Kahmen (CDU) sprach sich deutlich für die Anschaffung der Anlage aus: „Die Notwendigkeit kann ich gut nachvollziehen“, sagte er. In persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen beim FC Oeding hätten sie ihm den enormen Aufwand für die Beregnung der Plätze geschildert. Auch habe der FC Oeding stets Eigenleistungen eingebracht. Auch Siegfried Reckers (SPD) sah keine Probleme. „Das müssen wir machen“, sagte er.

Der Ausschuss hat dem Rat empfohlen, den Sperrvermerk aufzuheben und die Anlage anzuschaffen. Der Rat muss nun noch einmal über die Beregnungsanlage sprechen.

Kulturausschuss soll demnächst über Vereinsförderrichtlinie sprechen

In der Sitzung des Bauausschusses blieb die Frage nach der Vereinsförderung zunächst unbeantwortet. Auf Nachfrage erklärte Werner Stödtke von der Verwaltung, dass die Vereinsförderrichtlinie demnächst noch einmal neu beraten werden soll. Im Kultur- und Sportausschuss. Dort sollen die Bestimmungen genauer umrissen werden. Vor allem die Aufgaben der Gemeinde für den Erhalt der Liegenschaften. Denn: Die Sportplätze gehören der Gemeinde. „Wir können sie ja nicht einfach vertrocknen lassen“, sagte Werner Stödtke im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Ein anderes Problem am Gelände des FC Oeding wurde aber noch angesprochen: die Parkplatzsituation. Thomas Rathmer, sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion, wollte wissen, ob es dafür schon eine Lösung gibt. Die konnte Bürgermeister Christian Vedder nicht liefern. „Die Winterswyker Straße ist nach wie vor Landesstraße, da können wir nur schwer etwas machen“, sagte er. Auch die Suche nach einem Grundstück hätte keinen Erfolg gebracht. Die Idee, einen halben Platz aufzugeben und ihn als Parkplatz umzubauen, kam nicht gut an. Schon wegen des Spielbetriebs sei das nicht möglich.

Parkplatzproblem lässt sich erst nach der Umgehungsstraße lösen

„Auf längere Sicht können wir das Problem angehen, wenn die Umgehungsstraße kommt und wir die Winterswyker Straße zur Gemeindestraße umwidmen können“, so Vedder weiter. Bis dahin appellierte er an die Autofahrer, sich regelkonform zu verhalten und nur die vorhandenen Parkplätze zu nutzen.

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