Beckmann: "Setzen Gespräche fort"

"Burloer Straße West"

OEDING Die Gemeinde Südlohn hält an ihrem Kurs zur Realisierung des Baugebietes Burloer Straße West fest. Das bekräftigte Bürgermeister Georg Beckmann im Gespräch mit der Münsterland Zeitung.

30.07.2009, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beckmann: "Setzen Gespräche fort"

"Ich bin mir ganz sicher, dass wir am Ende in allen strittigen Fragen eine Einigung erzielt haben werden und dass der Weg frei sein wird, um dieses für die Entwicklung von Oeding so wichtige Neubaugebiet im Interesse unserer Bürger verwirklichen zu können", sagte Beckmann.

Er reagierte damit auf Äußerungen, die die Anwälte einiger betroffener Landwirte jetzt als Stellungnahme öffentlich gemacht hatten (Münsterland Zeitung berichtete). Beckmann ging zwar nicht näher auf einzelne Punkte des Papiers ein, betonte aber den Willen der Gemeinde, weiterhin einen Konsens mit den Landwirten erreichen zu wollen. Er sei optimistisch, dass in absehbarer Zeit der Knoten durchgeschlagen werden könne. Es sei allerdings wohl kaum damit zu rechnen, dass eine abschließende Lösung noch in der laufenden Wahlperiode erzielt werden könne - diese endet im Oktober. Allerdings hofft Beckmann auf einen konstruktiven Verlauf der nächsten Gespräche mit den Betroffenen, für die er bereits ein konkretes Datum nennen konnte: "Wir werden uns am 19. August in dieser Sache erneut zusammensetzen. Dann sind auch Vertreter des Kreises Borken und des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes mit dabei."

Beckmann betonte, dass aus Sicht der Gemeinde der Gesprächsfaden zu keinem Zeitpunkt abgerissen sei. Eben das hatten jedoch die Anwälte so gesehen, die sieben landwirtschaftliche Betriebe gegenüber der Gemeinde Südlohn vertreten. Im Mittelpunkt der Diskussion steht für beide Seiten die Frage nach den Geruchsimmissionen, die von den Höfen ausgehen, und wie sich diese auf eine Wohngebietsplanung auswirken. Unstrittig erscheint, dass eine Verringerung dieser Werte anzustreben ist. Auf der Grundlage eines Gutachtens wurden Kosten für die erforderliche Geruchsminderung ermittelt, die bei rund 3,3 Millionen Euro liegen. Unmut hatte nun bei den Landwirten erzeugt, dass jetzt die Überprüfung des Viehbestands eines Hofes durch den Kreises erfolgt war (wir berichteten). to

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