Betrugsverdacht nach Ebay-Geschäft

Verfahren eingestellt

Gegen Auflagen eingestellt hat das Amtsgericht in Borken am Montag ein Verfahren gegen einen 41-jährigen Oedinger. Der musste sich wegen des Vorwurfs des Betruges vor dem Gericht verantworten.

OEDING/BORKEN

, 05.09.2017, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Familienvater hatte im April im Internet ein paar Autoscheinwerfer für 50 Euro verkauft, die offenbar nie beim Käufer eintrafen. Der jedenfalls hatte Anzeige erstattet, weil er sein Geld los war und keine Ware dafür erhalten hatte. „Ich war immer gewillt, das Geld zurück zu überweisen, daher verstehe ich den Betrugsvorwurf nicht“, meinte der Oedinger vor dem Richter.

Die Scheinwerfer habe er mit einem Paketdienst auf den Weg zu seinem Kunden gebracht. Als die Ware nicht ankam, meldete dieser sich bei dem Oedinger. Der sagte vor Gericht, er habe angeboten, das Geld zurück zu überweisen. „Der Käufer war nicht bereit, mir seine Kontodaten zugeben“, erklärte der Familienvater. Stattdessen habe der Kunde eine Anzeige gegen ihn erstattet.

„Einfach blöd gelaufen“

Der 41-Jährige versicherte das dem Gericht glaubhaft, auch wenn er keinen Einlieferungsschein für das Paket mit den Scheinwerfern mehr vorweisen konnte. Aus den Unterlagen der Verkaufsplattform im Internet ging aber hervor, dass Kunde und Verkäufer telefonischen Kontakt hatten.

„Das ist wahrscheinlich einfach nur blöd gelaufen“, meinte der Richter am Ende des Verfahrens. Richter und Staatsanwalt verständigten sich auf die Einstellung des Verfahrens unter der Auflage, dass der Oedinger seinem Kunden das Geld für die Autoscheinwerfer zurücküberweise. Die Kontonummer des Käufers will nun das Gericht ermitteln.

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