Bettina Hueske beantwortete die Fragen von Moma-Moderator Till Nassif. Im Gespräch ging es speziell um die heutige Rolle der Frau in der Landwirtschaft. © Anne Winter-Weckenbrock (Screenshot)
Landwirtschaft

Bettina Hueske in der ARD: Fulltime-Job lässt keinen Raum für Klischees

Zum internationalen Landfrauentag folgte Bettina Hueske der Einladung des ARD-Morgenmagazins. Sie betonte, dass Vorurteile überholt seien und in der Landwirtschaft heute alle gleich arbeiteten.

Jeder dritte Beschäftigte in der Landwirtschaft ist weiblich, jede neunte Führungsposition in der Landwirtschaft ist von einer Frau besetzt. Klare Signale: Immer mehr Frauen verwirklichen sich als Landwirtin.

Zum „Internationalen Tag der Frauen in ländlichen Gebieten“, kurz Weltlandfrauentag, lud das Team des ARD-Morgenmagazins am Freitag Bettina Hueske ein. Neben einem kurzen Einspieler stand die Südlohnerin für Fragen Rede und Antwort.

Unsere Redaktion hat mit ihr über den Beitrag und das Thema Landwirtschaft gesprochen.

Für Sie ist Öffentlichkeitsarbeit kein Neuland, ist man dann dennoch aufgeregt?

Ich wusste ja, was auf mich zukommt. Es sollte ein lockerer Talk werden. Anders wäre die Situation sicher gewesen, hätte mich eine tiefe politische Diskussion erwartet. Und früh aufzustehen, ist für mich Alltag.

Wie ist der Kontakt entstanden?

Das läuft heute – wie so oft – insbesondere über Soziale Medien.

Im Interview wurde die Klischee-Denke thematisiert…

Das stimmt. Ich denke aber, das muss man nicht immer wieder neu aufrollen, die Zeiten ändern sich auch in der Landwirtschaft.

Das belegen die Zahlen. Wie ist denn der Tenor unter den Kolleginnen?

Der Spagat, Familie und Full-Time-Job unter einen Hut zu bekommen, bleibt für viele riesengroß. Viele sagen, das funktioniert, aber vielfach noch nicht gut. Da gibt es sicher noch Unterstützungsmöglichkeiten.

Schreckt das junge Nachwuchskräfte ab?

Das kann ich nicht behaupten. An der Fachschule in Borken ist der weibliche Anteil schon hoch. Das klappt ganz gut.

Die Südlohnerin berichtete, dass heute jeder neunte Betriebsleiter auf einem landwirtschaftlichen Hof weiblich sei. Viele Klischees seien überholt.
Die Südlohnerin berichtete, dass heute jeder neunte Betriebsleiter auf einem landwirtschaftlichen Hof weiblich sei. Viele Klischees seien überholt. © Anne Winter-Weckenbrock (Screenshot) © Anne Winter-Weckenbrock (Screenshot)
  • Der „Internationale Tag der Frauen in ländlichen Gebieten“ wurde entsprechend einer Resolution der Vereinten Nationen am 15. Oktober 2008 erstmals begangen.
  • Er hat das Ziel, die Rolle der Frauen in ländlichen Gebieten bei der Förderung der landwirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung, der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Bekämpfung der ländlichen Armut zu würdigen.
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