Bis in Südlohn neue Blühstreifen angelegt werden, zieht sich die Diskussion noch hin

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Insekten finden zu wenig Nahrung. Deswegen sollen auch in Südlohn und Oeding neue Blühstreifen angelegt werden. Doch im Moment ist noch unklar, wer das organisiert.

Südlohn

, 15.07.2019 / Lesedauer: 3 min

An Wegen und Feldrändern in Südlohn und Oeding sollen mehr Blühstreifen angelegt werden. In der Verwaltung und bei den Politikern ist nur noch nicht klar, wie das genau organisiert werden soll.

Blick auf die Erfahrungen in der Nachbarschaft

Einen Blick in die Nachbarschaft haben jetzt die Mitglieder des Bauausschusses sowie einige Vereinsvertreter gewagt. Denn in Vreden läuft ein Projekt zur Anpflanzung von Blühstreifen schon seit Jahren. Dort zeichnet ein Verein dafür verantwortlich: Der Förderverein Kulturlandschaft Vreden organisiert die Anpflanzung, wird dabei aber von der Verwaltung unterstützt.

Vereins- oder Verwaltungslösung?

In Südlohn ist noch die Frage offen, wie man die Anpflanzung von Blühstreifen angehen soll. Denkbar wäre die Lösung wie in Vreden – also ein Förderverein. Möglich wäre aber auch eine Lösung, wie sie in Borken praktiziert wird: Dort ist das Thema Blühstreifen der Verwaltung zugeordnet. Hauptamtliche Kräfte aus dem Rathaus kümmern sich darum.

Begeistert waren die Politiker bei ihrem Ausflug nach Vreden jedenfalls von der Langlebigkeit der einmal angepflanzten Flächen. „Auch im sechsten Jahr nach der Pflanzung sahen die noch gut aus“, sagte zum Beispiel der CDU-Politiker Alois Kahmen. Für ihn sei das Beispiel aus Vreden eine gute Möglichkeit, um an die Erfahrungen dort anzuknüpfen. Auch die Vereinslösung dort könne eine gute Lösung für Südlohn und Oeding sein.

Langes Verfahren zieht sich noch hin

Das Thema beschäftigt die Politiker und die Politik in Südlohn schon länger. Zuletzt im September 2018 hatte sich der Umweltausschuss in Südlohn mit Blühstreifen befasst. Dort hatten Vertreter des Vereins aus Vreden sowie von der Verwaltung in Borken vorgestellt, wie sie ihre Blühstreifen anlegen und pflegen. Gleichzeitig hatten die Politiker vereinbart, sich die Arbeit der „Kollegen“ in Vreden einmal anzusehen. Dieser Termin hat jetzt – nur zehn Monate später – also stattgefunden.

Entschieden ist deswegen aber noch nichts. Zwar wurde die Verwaltung im September 2018 ebenfalls beauftragt, nach geeigneten Flächen zu suchen, eine Entscheidung, wie denn nun verfahren werden soll, gibt es aber noch nicht. Darüber muss wiederum zunächst der Bauausschuss diskutieren. Dessen nächste Sitzung ist zumindest im öffentlich zugänglichen Sitzungskalender der Gemeinde noch nicht veröffentlicht.

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