Bruno Kleine hält an Modehaus-Plänen fest

Schulten-Gelände

Das Bekleidungsunternehmen Bruno Kleine hält an seinen Plänen fest, an der Schultenallee in Oeding ein Modehaus zu errichten. Wann das geschehen wird, dazu machte Mode-Unternehmer Nicolas Kleine im Gespräch mit der Münsterland Zeitung aber noch keine Aussagen. Allerdings: Die Pläne wurden in eine ungewisse Zukunft verschoben.

OEDING

von Amira Rajab

, 21.05.2015, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bruno Kleine hält an Modehaus-Plänen fest

Die Uhren ticken, doch derzeit geht nichts weiter.

Seit 13 Jahren ändert sich nicht viel in den Textilhallen auf dem ehemaligen Gelände des Bekleidungsherstellers Gebrüder Schulten. Die Hoffnungen waren groß: Ein Modezentrum des Mode-Unternehmers Bruno Kleine sollte entstehen. Bekleidung, möglicherweise auch ein Schuhgeschäft sollten in dem Modehaus Platz finden. Daneben sollten die ehemaligen Textilhallen einer Wohnbebauung weichen.

Die Gemeinde änderte 2006 dafür den Bebauungsplan, ein Großteil des Geländes wurde als Wohnraum überplant. Der wurde damals sehr knapp in Oeding. Trotz Planung ist aber auch daraus bis heute noch nichts geworden.

Planung noch aktuell

Mittlerweile sieht die Situation wieder ganz anders aus: „Noch immer halten wir an unseren ursprünglichen Zielen fest“, betont Nicolas Kleine, der die Geschäftsführung des Mode-Unternehmens gemeinsam mit seinem Bruder Andreas nach dem Tod des Vaters übernommen hatte. Aber derzeit bestehe einfach kein Bedarf: Die jetzt realisierbare Wohnsiedlung an der Burloer Straße mit fast 130 Bauplätzen hat vorerst genug Wohnraum für die Gemeinde geschaffen.

Daher wurden von Kleine andere Prioritäten gesetzt. „Die Lagerfläche an der Schultenallee wird derzeit dringend als Lagerraum benötigt“, sagt Kleine.

Lagerungsnutzung

„Ein ortsansässiger Betrieb ist an uns heran getreten“, sagt Kleine. Sie wären auf der dringenden Suche nach Nutzungsflächen gewesen, um ihre Ware irgendwo einlagern zu können, ergänzt er. Da boten sich die ehemaligen Schultenhallen als vorläufige Lösung gut an. Und vorläufig sollen diese auch bleiben. Eine dauerhafte Lagerungsnutzung sei nicht geplant.

Wie geht es irgendwann weiter? „Wir haben keine Bestrebung, Änderungen an unseren ursprünglichen Umgestaltungsplänen vorzunehmen“, sagt der heutige Geschäftsführer. Für die Zukunft sei auch weiterhin geplant: „Vorne Verkauf und hinten Platz für Wohnraum.“

Zeitplan noch offen

Die Pläne seien vorerst nur in die Zukunft verschoben – nicht aber auf Eis gelegt. Wie lange die Flächen als Lagerungsraum genutzt werden sollen, ist derzeit aber noch unklar.

Ein weiteres Hindernis beklagt das Unternehmen: „Die verkehrliche Erschließung hängt zudem gerade noch sehr in der Luft“, sagt Nicolas Kleine. Solange diese Situation nicht gelöst sei, sei es schwierig, an den bisherigen Planungen festzuhalten.

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