Bücherei und Somit ziehen um

Doppelter Umzug

Die Gemeinde hat ein Haus gekauft. Wo jetzt noch Lottoscheine ausgefüllt werden, können Interessierte sich im Spätsommer im Somit-Büro über die touristischen Höhepunkte der Gemeinde informieren oder mittwochs und sonntags Bücher ausleihen: Das Gemeindemarketingbüro und die Bücherei ziehen um in das Haus an der Jakobistraße/Ecke Burgring. Im Obergeschoss sollen Wohnräume für Asylbewerber entstehen.

OEDING

, 25.02.2016, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieses Haus Ecke Burgring/Jakobistraße wird die neue Adresse von Bücherei und Somit.

Dieses Haus Ecke Burgring/Jakobistraße wird die neue Adresse von Bücherei und Somit.

"Das Gebäude wird zum 1. Juni in das Eigentum der Gemeinde übergehen", teilte Bürgermeister Christian Vedder am Mittwoch in der Sitzung des Bauausschusses mit. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde das Schwesternhaus - die aktuelle Heimat von Bücherei und "Somit" - zum Jahresende verkauft hat. Das teils denkmalgeschützte Haus an der Winterswyker Straße wird der Laktopol Holding als Firmensitz dienen (wir berichteten).

Zentral im Ortskern

"Da haben wir einmal Glück gehabt", kommentierte Vedder gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung mit Blick auf den Standort der Immobilie: Denn nun ziehen Gemeindemarketing und Bücherei nur innerhalb des Ortskerns ein Stück die Straße hinauf, die dort Jakobistraße heißt. An das Gebäude sei die Gemeinde im Zuge ihrer Bemühungen, Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlingen zu kaufen oder zu mieten, bekommen, erläuterte der Bürgermeister. Neu war das am Mittwoch nur den Zuhörern - die Ratsmitglieder hatten die Kaufentscheidung und die geplante Nutzung ja längst mitgetragen.

Neu waren aber die Planentwürfe für das Gebäude, die Bauamtsleiter Dirk Vahlmann am Mittwoch vorstellte. Im Erdgeschoss, das mehr oder weniger entkernt werden muss, wird das "Somit"-Büro seinen Platz finden - mit Glasfronten zur Jakobistraße hin. Eine Rampe sorgt für den barrierefreien Zugang zu der öffentlichen Einrichtung, dazu sind ein WC und eine kleine Teeküche vorgesehen.

Neue Böden, neue Lampen

Die Bücherei, die ihre Möbel mitnehmen kann, bezieht die Räume zum Burgring hin. Eine behindertengerechte Toilette muss dort eingebaut werden. Neue Böden, Lampen und Fenster müssten im Erdgeschoss eingebaut werden, so Vahlmann.

Im Obergeschoss, so schätzte Vahlmann, könnten rund zehn Flüchtlinge Platz finden. Große Räume böten sich für Familien an, kleine für Einzelpersonen. "Einmal drüber streichen, sonst ist dort alles in recht gutem Zustand", sagte Vahlmann. Der Zugang zu den Wohnungen sei komplett getrennt von Bücherei und Somit-Büro.

Die Kosten für alles schätzte Vahlmann grob auf 120000 Euro. "Wir nehmen das heute zur Kenntnis. Über die 120000 Euro muss man noch mal reden", kommentierte Ausschussvorsitzender Wilhelm Hövel und erntete Kopfnicken im Ausschuss.

 

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