Dasein ganz nach Wunsch

Südlohn/Oeding Vor rund einem Jahr hat die ambulante Hospizgruppe Südlohn-Oeding ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufgenommen und ist zeitgleich Mitglied bei Omega geworden, dem Bundesverband für ambulante Hospizarbeit. Seitdem haben Trauer- und Sterbebegleiter zahlreiche sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen in der Gemeinde betreut.

14.01.2009, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Kläre Winhuysen, Koordinatorin der Omega-Regionalgruppe Südlohn und Oeding, bietet ab kommender Woche auch Sprechstunden für Ratsuchende im Haus Wilmers an. Herbers</p>

<p>Kläre Winhuysen, Koordinatorin der Omega-Regionalgruppe Südlohn und Oeding, bietet ab kommender Woche auch Sprechstunden für Ratsuchende im Haus Wilmers an. Herbers</p>

Koordinatorin Kläre Winhuysen freut sich besonders über die gute Zusammarbeit mit Hospizbegleitern, Seelsorgern vor Ort und den Kooperationspartnern des Vereins. Die Helfer der Regionalgruppe sind nicht nur in akuten Notsituationen für Menschen da, sondern stehen auch mit vielen Informationen in allen Fragen zu Sterben, Tod und Trauer zur Seite - seit Februar im Oedinger Familienzentrum und in Zukunft auch im Haus Wilmers in Südlohn. Von Patientenverfügungen über Hilfen, die Betroffene in akuten, schweren Krankheitsfällen in Anspruch nehmen können, bis hin zu Trauergesprächen reicht die Palette an Hilfen, die die Koordinatorin der Hospizgruppe Kläre Winhuysen vor Ort bietet - kostenfrei und unter Wahrung der Schweigepflicht. "Wenn es gewünscht ist, kommen wir auch nach Hause", erklärt Winhuysen.

Ausgebildete Begleiter

Dort bieten auch die zehn ausgebildeten Hospizbegleiter, die aus beiden Ortsteilen stammen, ihre Unterstützung an. Ihr Anliegen: "In Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Ärzten und Schmerztherapeuten das Sterben ermöglichen, wo gelebt wird" - in gewohnter Umgebung zu Hause. Doch auch im stationären Bereich sind die qualifizierten Hospizhelfer zur Stelle. "Dies ist besonders wichtig für Menschen, die keine Angehörigen mehr haben", meint Winhuysen. Einfach da sein, Gespräche führen oder Spaziergänge machen - vieles ist möglich. Doch nur eins entscheidend: "Die Wünsche des Sterbenden stehen im Mittelpunkt."

Gleichzeitig sollen so auch die Angehörigen unterstützt werden, die schwere Aufgabe zu bewältigen: "Wir wollen ihnen helfen, dass sie ihren Alltag aufrechterhalten, eine zeitliche Auszeit nehmen können - mal ausschlafen oder sich um die Kinder kümmern." Helfer sind bei Bedarf auch 24 Stunden vor Ort, die Betreuung kann sich über Monate erstrecken - im Idealfall. Denn: "Uns ist es wichtig, dass sich zwischen Erkranktem und Begleiter ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann." kh

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