Der Garten - eine Momentaufnahme

24.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Südlohn Morgens auf dem Hof der Familie Huning im Südlohner Wienkamp. Der erste Eindruck: Dort kommt man mit einem viel gerühmten "Grünen Daumen" wohl kaum aus - man braucht sicher ein paar mehr davon.

Elisabeth Huning, die Hausherrin und "Architektin" der mehr als 2500 Quadratmeter großen Gartenanlage, schaut auf ihre Hände: "Grüner Daumen - mag sein. Aber man sieht schon ein bisschen die Folgen der vielen Gartenarbeit." Und die hat eindrucksvolle Ergebnisse, wie ein erster Blick über den gepflegten und einmal wöchentlich vom Nachbarsjungen Steffen gemähten Rasen hinweg beweist: Eine blühende Front tut sich auf aus blauer Clematis, weißen Margeriten, pinkrotem Phlox und Sommerflieder.

"Ich habe bisher eher immer gedeckte Farben bevorzugt", erzählt Elisabeth Huning, "Aber auch das wird sich noch ändern." Wie überhaupt eigentlich stets alles im Fluss, im Werden und Entstehen sei, sagt sie weiter: "So ein Garten ist immer eine Momentaufnahme. Der kann in vier Wochen schon wieder ganz anders aussehen." Man müsse auch in die Zukunft denken, wenn man sich mit der Anlage und dem Erhalt eines großen Gartens beschäftigt - der in diesem Fall eine Vielfalt von sicherlich mehr als 1000 verschiedenen Pflanzen aufweist. "Wer so etwas anfängt, sollte sich erst einmal Gedanken darüber machen, wann was blüht, bevor er losgeht und kauft", weiß eine Frau, die inzwischen seit mehr als 20 Jahren mit dem "Grünen Hobby" untrennbar verbunden ist.

Angefangen hatte alles schon vorher, als der Vater den Grund im Wienkamp erwarb und die erste kleinere Gartenanlage in Angriff nahm. Immer größer und vielfältiger ist der Garten seither geworden. Ein wenig im Hintergrund wachsen noch die Zeitzeugen von Elisabeth Hunings eigenen Anfängen: die leuchtend roten Montbretien der Sorte "Luzifer", die sie vor 20 Jahren erworben hat. Sie gehören immer noch zu ihren besonderen "Schätzchen", ebenso wie die lilafarbenen Verbenen.

Kleine Wege

Überall gibt es kleine gemulchte Wege und Wegchen, die auf schattige Sitzecken treffen. Von der einen schaut man auf ein Ensemble von Büschen und Stauden, die an einen japanischen Zen-Garten erinnern. Daneben: die "Gelbe Ecke", wie die Hobby-Gärtnerin sie nennt. "Zu zupfen und zu schneiden ist immer etwas", sagt Elisabeth Huning, "Und ohne meine Schere bin ich hier kaum anzutreffen." Unkraut? Das gibt es für die Gärtnerin eigentlich gar nicht: "Die Holländer sagen 'Bei-Kraut'. Das trifft es besser." geo

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