Dichteres Blätterdach durch tausende von Neuanpflanzungen

Oedinger Busch

Der Frühling hat Einzug gehalten. Ein Spaziergang im Wald liegt daher nahe und bietet sich in Oeding wunderbar an. Direkt vor den Toren des Ortes grenzt der Oedinger Busch - Naherholung vor der Haustür. Damit es noch schöner wird, sollen zum Herbst neue Bäume im Wald gesetzt werden.

OEDING

von Von Amira Rajab

, 18.05.2015, 17:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dichteres Blätterdach durch tausende von Neuanpflanzungen

Wenn das Blätterdach aller Bäume vollständig ist, wird nach lichten Stellen für die Neubepflanzung gesucht.

Zu Fuß lässt sich das herrliche Stück Grün schnell erreichen. Raus aus dem Haus und rein in die frische Luft. Egal ob zum Sonntagsspaziergang, zum täglichen Gang mit dem Hund oder den Ausritt zu Pferde. "Der Wald in Oeding ist ein sehr beliebtes und stark belaufenes Gebiet", betont Andrea Balke vom Regionalforstamt Münsterland. Damit das auch so bleibt und der Wald in seinem vollen Umfang erhalten bleibt, stehen Überlegungen an, im Herbst neue Bäume zu setzen. "1000 bis 3000 Bäume planen wir neu zu pflanzen", sagt Balke.

Sobald die Zeit reif ist, wird eine Begehung im Wald vorgenommen, um zu sehen, an welchen Stellen die Neusetzlinge gepflanzt werden können. "Wenn das Blätterdach aller Bäume im Wald vollständig ist, können wir anfangen zu schauen, wo noch Licht durchkommt. Das sind dann die Stellen, die sich für Neubepflanzungen anbieten", erklärt die Försterin. Im Frühjahr allerdings mussten zuvor einige Bäume abgeholzt werden. "Das ist ganz und gar kein Gegensatz", so Balke.

Sicherheit geht vor

Die Abholzung sei dringend nötig gewesen, um die Sicherheit für Spaziergänger und andere Besucher des Waldes weiterhin gewährleisten zu können. "Es handelte sich dabei um Bäume, die sich zukünftig als Gefahr entpuppen können und sich unmittelbar neben den stark belaufenen Wegesränder befanden", sagt sie. Ohne Abholzung hätte bei Wind oder Regen Trockenholz abfallen und Personen verletzen können.

"Wir haben uns dabei nur auf die wirklichen Laufwege beschränkt", betont die Försterin. Die kleinen Pfade seien ausgeschlossen gewesen. "Es ist aber natürlich nicht nur die Abholzung in diesem Fall wichtig, sondern genauso auch die vollständige Erhaltung", sagt Andrea Balke. Die Abholzung stehe daher auch in keinem Verhältnis zu der Bepflanzung. Nur rund 40 Bäume wurden abgeholzt.

Neue Fördergelder

Eine endgültige Entscheidung, welche und wie viele Bäume im Herbst nun folgen sollen, ist bisher noch nicht getroffen. Allerdings sollen demnächst neue Fördergelder für den Wald vergeben werden. Daraufhin könne es konkretere Planungen geben. "Eines ist aber sicher: Es wird sich dabei um einheimische und standortgerechte Bäume handeln", sagt Balke. Die Oedinger können also schon bald mit neuen Kirschbäumen, Eichen oder Buchen in ihrem ganz persönlichen Naherholungsgebiet rechnen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt