Die Chance genutzt

Berufsvorbereitung

Lena Kappelhoff und Juliana Höink strahlen heute. Sie stehen kurz davor, eine Ausbildung zu beginnen. Vor einem Jahr, als beide mit der Schule fertig waren, lief es nicht ganz so erfolgreich für sie.

SÜDLOHN/VREDEN

26.07.2017, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Juliana Höink, Josef Stening (Agentur für Arbeit) und Lena Kappelhoff freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Berufsvorbereitung.Agentur für Arbeit

Juliana Höink, Josef Stening (Agentur für Arbeit) und Lena Kappelhoff freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Berufsvorbereitung.Agentur für Arbeit

Während Juliana keinen Ausbildungsplatz finden konnte, musste Lena ihren wieder aufgeben. Als Teilnehmerinnen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) beim Berufsorientierungszentrums (BOZ) in Ahaus nutzten sie die Zeit und wurden mit Unterstützung der Agentur für Arbeit fit gemacht. So konnten sie ihr Ziel doch noch erreichen.

"Das junge Menschen nach der Schule keinen Ausbildungsplatz finden, kann verschiedene Ursachen haben", erklärt Josef Stening, Berater für Rehabilitanden bei der Agentur für Arbeit Coesfeld und ergänzt: "Manchmal sind es Probleme im privaten Umfeld, manchmal einfach die falsche Berufswahl, gesundheitliche Gründe oder ein anderes Handicap. In einigen Fällen führen diese Probleme dazu, dass der Jugendliche noch nicht soweit ist, um eine Ausbildung aufnehmen zu können."

Unterstützung

"Hier ist es besonders wichtig, den Weg zur Berufsausbildung langsam vorzubereiten", berichtet Frank Böckmann, ebenfalls Berater bei der Agentur für Arbeit in Coesfeld.

Wie im Fall der 18-jährigen Lena Kappelhoff aus Südlohn und der 20-jährigen Juliana Höink aus Vreden, kann die Arbeitsagentur in solchen Fällen mit einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme unterstützen.

Ein erfahrenes Team von Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen unterstützt die Teilnehmer in dem einjährigen Lehrgang. Gemeinsam wird mit Blick auf die persönliche Situation ein passender Ausbildungsberuf gesucht. Dazu werden Stärken und Schwächen erkundet und mögliche Berufswünsche in Lehrwerkstätten und betrieblichen Praktika ausprobiert.

"Für einige Teilnehmer besteht auch die Möglichkeit, einen Schulabschluss nachzuholen", fügt Böckmann hinzu, der das Angebot als Sprungbrett in eine Ausbildung sieht.

Engagement gefragt

Im Kreis Borken werden diese BvB-Maßnahmen auch in Zukunft durch das Berufsorientierungszentrum gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Borken an den Standorten Ahaus und Bocholt durchgeführt. "Rund 80 Prozent unserer Teilnehmer, die nicht vorzeitig aufgeben, finden im Anschluss eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle", berichtet Norbert Buß, Leiter des BOZ stolz. "Den Erfolg gibt es aber nur, wenn die Jugendlichen mitarbeiten. Motivation und persönliches Engagement sollte jeder Teilnehmer mitbringen."

Lena und Juliana haben sich engagiert, auch wenn es immer mal wieder Rückschläge gab. Am Ende hat es sich für beide gelohnt. Während Lena im August mit einer betrieblichen Ausbildung zur Fachlageristin beginnen kann, startet Juliana mit einer überbetrieblichen Ausbildung zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft.

"Die beiden haben gezeigt, wie man eine solche Chance nutzen kann", berichtet Stening. "Wenn es so gut läuft, unterstützen wir auch gern die nächsten Schritte durch eine Förderung der Berufsausbildung."

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