Soviel ist schon vor Auswertung der Umfrage klar: Den Kindern und Jugendlichen von Südlohn und Oeding sind vor allem Gemeinschaftsaktionen wichtig. Noch verstärkt durch Corona. © Stephan Rape
Online-Befragung

Die geheimen Wünsche der Jugend von Oeding und Südlohn

Das Jugendwerk will es genau wissen: Womit verbringt die Jugend von Südlohn und Oeding ihre Freizeit, welche Zukunftswünsche hat sie? 180 Antworten liegen vor. Es sollten aber mehr sein.

Die Kinder- und Jugendbefragung des Jugendwerks geht in die Verlängerung. Zwar haben sich bereits 180 junge Südlohner und Oedinger an dem Internet-Voting beteiligt, für eine belastbare Auswertung werden aber mehr benötigt. Schließlich zählt die Zielgruppe, die Altersgruppe zwischen 9 und 21 Jahren, rund 1345 Kinder und Jugendliche. Jugendwerk-Geschäftsführer Markus Wellermann setzt daher darauf, dass in den nächsten Wochen noch weitere Online-Fragebögen ausgefüllt werden.

Und was genau wird abgefragt? Ein kleiner Ausschnitt der Fragen: Wie oft verbringt ihr Zeit: zum Beispiel am Haus Wilmers, im Südlohner Park, auf dem Schulhof, auf Spielplätzen? Wie zufrieden bist du: mit den Freizeitangeboten, mit dem Platz, um Freunde zu treffen, mit Sportmöglichkeiten, mit den Jugendhäusern, der Busanbindung? Welche Themen/Angebote würdest du nutzen: Politik und Gesellschaft, Musik, Spiele, Klimaschutz? Was ist dir bei den Angeboten wichtig: Freunde treffen, neue Menschen kennenlernen? Welche Themen interessieren dich aktuell? Und: Was fehlt dir an deinem Ort?

Jugendwerk hofft auf Impulse für weitere Arbeit

Die Erwartungen des Jugendwerk-Geschäftsführers sind hoch: Er erhofft sich wichtige Erkenntnisse aus den Ergebnissen der Umfrage über Ist-Zustand, Wünsche und Kritik bei den Freizeit-Angeboten für die Jugend. Nicht nur für das Jugendwerk, auch für die Gemeindeverwaltung, die Politik sowie die Vereine.

Eigentlich sei die Umfrage schon für 2019 geplant gewesen, sagt Markus Wellermann. „Um zu erfahren, wie wir nach zehn Jahren als Jugendwerk aufgestellt sind, aber da kam Corona.“ Eigentlich sogar „zum Glück“ findet er inzwischen. Schließlich habe das Virus auch Wirkung auf die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen, habe vieles verändert, so dass eine frühere Befragung durch die Realitäten überholt worden wäre.

Auch die negativen Auswirkungen von Corona, die dadurch veränderten Wünsche fließen in das aktuelle Voting ein. Für die Akteure des Jugendwerks wären, wie der Geschäftsführer betont, das wertvolle neue Hinweise. Denn: „Vor Corona waren wir näher dran, hatten mehr Zugriff auf die Jugendlichen.“

Gewünscht werden darf alles

Bei den Antworten des virtuellen Fragebogens, der absolut anonym ist, sollte man absolut ehrlich sein und seinen Wünschen freien Lauf lassen, sagt Markus Wellermann: „Wünschen darf man sich wirklich alles, aber nicht alle Wünsche können auch tatsächlich erfüllt werden.“

Sollte ein Wunsch nicht realisierbar sein, müsse das aber sehr deutlich begründet werden, betont er. Wenn man sich mehr Disko wünsche, ließe sich das relativ einfach hinbekommen, wenn man sich aber einen McDonald‘s in Südlohn wünsche, wohl kaum. Gleichwohl sei auch der Politik klar, dass die Resultate aus der Umfrage möglicherweise auch Geld kosteten.

Markus Wellermann ist jedenfalls schon sehr gespannt auf die Auswertung der Umfrage und hofft auf ganz viele weitere Teilnehmer. Nur so könne nämlich überhaupt ein authentisches Bild entstehen. Allerdings ist das Damoklesschwert Corona noch lange nicht entschärft.

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