Drei Musiker spielen beim Konzert zum Ende der Weihnachtszeit den Frühling herbei

Musik lässt Kirche erstrahlen

Eine singende Trompete, eine zwitschernde Flöte und eine verblüffend wandlungsfähige Orgel bezauberten die Zuhörer am Sonntagnachmittag in der St.-Vitus-Kirche.

von Katrin Sarholz

Südlohn

, 13.01.2020, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Peter Mönkediek (Trompete), Hanne Feldhaus (Blockflöte) und Gijs van Schoonhoven (Orgel) spielten den Frühling herbei.

Peter Mönkediek (Trompete), Hanne Feldhaus (Blockflöte) und Gijs van Schoonhoven (Orgel) spielten den Frühling herbei. © Katrin Sarholz

Beim „Konzert zum Ende der Weihnachtszeit“ kamen Peter Mönkediek (Trompete), Hanne Feldhaus (Blockflöte) und Gijs van Schoonhoven (Orgel) zusammen, um in der noch weihnachtlich geschmückten St.-Vitus-Kirche ein Konzert zu geben.

Das rasante Finale aus den 2. Brandenburgischen Konzerten von Johann Sebastian Bach wählten die drei Musiker als Einstieg und glichen trickreich die unterschiedliche Dynamik der drei Instrumente aus, sodass sich Orgel, Trompete und Blockflöte harmonisch ineinander fügten.

Verspielte Variantionen von Mozart

Verspielt präsentierte van Schoonhoven danach Wolfgang Amadeus Mozarts Variationen von „Gestern kam der Weihnachtsmann“. Er ließ die historische Kersting-Orgel mal in zarten Flötentönen, dann mit quäkendem Fagott oder mit vollem Orchesterklang sprechen.

Volles Haus beim Weihnachtskonzert.

Volles Haus beim Weihnachtskonzert. © Katrin Sarholz

Im Kontrast dazu stand das neuzeitliche Stück „Cristal Silence“ von Chick Corea, in dem die jazzigen Akkorde der Orgel mit Feldhausens Tenorblockflöte eine warme, mitunter auch schräge Einheit bildeten. In der barocken Sonate in F von Piedro Baldassare ließ Mönkediek seine Trompete mit der Orgel um die Wette strahlen und jubelte ariengleich in den höchsten Tönen im Concerto in D von Johann Sebastian Bach, spielte dabei aber immer so zart, als würde er sein Instrument nur streicheln.

Musikalischer Leckerbissen von Bach

Auch die Sonate in g-moll von Bach war ein musikalischer Leckerbissen, bei dem die Orgel in feinsten Flötenregistern zur virtuosen Stimme der Altblockflöte eine so perfekte Symbiose eingingen, dass es den Anschein erweckte, als würden drei Blockflöten zusammenspielen.

Mit dem Solostück „vor dem Frühling“ für Altblockflöte von Katerina Pinosova-Ruzickova zwitscherte Feldhaus den Frühling herbei. Mit Trillern und Sprüngen, hoffend und flehend wurde der Gesang der Vögel imitiert.

Bei der unbekannten Triosonate „la Raspona“ von Giovanni Legrenzi und bei der Zugabe „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber brilierten noch einmal alle drei Musiker gemeinsam und bescherten den über 100 Zuhörern zauberhafte Musikschätze und ein wunderbares Hörerlebnis, bei dem immer wieder zu spüren war, wie gut sich die Instrumente und die Interpreten ergänzten.

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