Eine Nacht voller Einsätze für die Feuerwehr

Sturm mit Folgen

Das Unwetter mit heftigem Regen und Sturmböen hat in der Nacht zum Montag auch in Südlohn gewütet, verschonte aber Oeding. Der Löschzug Südlohn rückte zu vielen Einsätzen aus und räumte umgestürzte Bäume von Straßen.

SÜDLOHN

, 31.08.2015, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die Feuerwehrsirene gegen 0.45 Uhr minutenlang heulte, hatte allerdings mit einem Kurzschluss im Gerätehaus der Feuerwehr zu tun. Gebrannt hat es nicht. An Schlaf war für die rund 25 Feuerwehrleute dennoch nicht zu denken. Von 0.40 bis 6 Uhr hatten sie mit der Naturgewalt zu kämpfen. Die Bilanz: Hohe Sachschäden, aber verletzt wurde niemand.

Sachschaden in unbekannter Höhe

Die Aufräumarbeiten dauerten am Montag noch an. Bis jetzt vermag noch niemand zu schätzen, wie hoch die Summe der entstandenen Schäden genau ist.

Aus der Vielzahl der Einsätze dieser Nacht ragt in der Rückschau einer besonders heraus, der auch gleich ganz vorn auf der Einsatzliste stand: Ein Blitz hatte in den Dachstuhl eines Wohnhauses in der Vennstraße eingeschlagen. Anwohner hatten gegen 0.45 Uhr auf ein verdächtige Rauchentwicklung gemeldet. Die Feuerwehrmänner prüften das Obergeschoss mit Hilfe einer Wärmebildkamera, die jedoch nichts anzeigte, wie Einsatzleiter Hendrik Tenk im Gespräch mit der Münsterland Zeitung bilanzierte. Viel Schaden richteten die Sturmböen im Cohausz Wäldchen an. In Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Gemeinde sperrte die Feuerwehr die Zugänge in das Wäldchen.

Baum auf der Garage

Auch, weil viele Schulkinder auf dem Weg zur Schule das Wäldchen durchqueren und so gefährliche Situationen durch herabstürzende Äste vermieden werden sollten. Nur ein paar Meter weiter, an der Lohner Straße, ist Sachschaden entstanden. Gerd Medding befürchtet, dass er seine Garage wird abreißen müssen. Dabei sei das eindeutig noch das kleinere Übel, wie er gestern sagte. Die Garage, nicht aber das dahinter liegende Wohnhaus wurde beschädigt, als gegen 0.40 Uhr eine der beiden großen Eichen an der nordöstlichen Ecke von Cohausz Wäldchen auf Meddings Haus fiel. Die andere liegt nun am Montagmittag beim Nachbarn Stenert auf dem Dach. "Der hat das Wasser im Wohnzimmer stehen", weiß Gerd Medding, "Der Baum hat das Dach glatt durchschlagen. Und das Ganze hat sich innerhalb von fünf Minuten abgespielt." Eine schmale Windschneise sei das wohl gewesen, die alles auf ihrer Spur kurz und klein gehauen hat.

Zwei Eichen stehen noch

Insofern haben die Meddings, die das Eckhaus an der Lohner Straße zum Breul bewohnen, noch Glück im Unglück gehabt: Wenn die Garage den Baum nicht aufgehalten hätte, sähe es jetzt bei ihnen wohl genauso aus wie bei den Nachbarn.

Vier Eichen standen dort an der Ecke, und die waren schon seit geraumer Zeit im Gespräch. Zwei stehen jetzt - noch. Die Anwohner haben schon vor geraumer Zeit bei der Gemeinde angefragt, ob man das Quartett nicht fällen könne. Und die Gemeinde habe das stets abgelehnt, berichtet Medding.

Aber das dürfte sich nun erledigt haben. Medding schaut nach oben: "Die beiden verbliebenen sind derart beschädigt, dass sie nun wohl auch wegkommen werden. Da müssen wir nicht auf den nächsten Sturm warten." Die Gemeindeverwaltung werde sich ein Bild von der Situation machen, sagte Bürgermeister Christian Vedder auf Anfrage.

 

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