Erster Spatenstich für Caritasgebäude

"Jetzt wird hier angepackt"

Der Spatenstich als symbolischer Akt, dazu erste Bauzäune: "Jetzt sieht jeder, dass hier angepackt wird." Pfarrer Stefan Scho zeigte sich am Freitag schon erleichtert, dass eine rund vierjährige Planungsphase nun ein Ende gefunden hat. Das neue Caritasgebäude auf dem Platz des ehemaligen Hauses der Vereine wird nun realisiert.

SÜDLOHN

, 24.03.2017, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Baugenehmigung ist frisch erteilt, Anfang April sollen die Erdarbeiten angeschoben werden - zehn Monate Bauzeit seien geplant, so Alfred Bohmert, Leiter der Bauabteilung beim Bauherrn Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden. Spätestens Anfang des kommenden Jahres soll das Gebäude genutzt werden können.

Zentrale Lage

Pfarrer Scho, gleichfalls Mitglied des Caritasrates, stellte die "zentrale Lage mit hoher Frequenz" heraus, von der Mitarbeiter, Gäste und Angehörige gleichsam profitieren werden. Die Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus überlässt dem Caritasverband dieses Grundstück in Erbpacht. Caritas-Vorstandssprecher Bernhard Herdering betonte, dass man mit den Initiatoren des Projekts "Tonart", dem angedachten "Haus der Musik", eine einvernehmliche Lösung gefunden habe, um beide Projekte an diesem Ort verwirklichen zu können.

Etwas verzögert

Auch deshalb habe sich die Realisierung ein wenig verzögert. Die ursprünglichen Planungen seien den Erfordernissen angepasst worden. Zur Erinnerung: Bereits Anfang 2012 waren entsprechende Pläne seitens des Caritasverbandes vorgestellt worden, der Abriss des Hauses der Vereine folgte daraufhin. Bereits seinerzeit war eine enge Kooperation mit dem Henricus-Stift angekündigt worden. "Wir sehen dieses Projekt als Ergänzung zum Angebot des Henricus-Stiftes", erklärte Herdering.

"In Südlohn setzen wir nun mit der Tagespflege einen letzten Baustein als Abrundung zur ambulanten Betreuung", ergänzte Matthias Wittland, Geschäftsbereichsleiter bei der Caritas. Dass der Bedarf in Südlohn vorhanden sei, das belegten die zahlreichen Anfragen.

Mehrwert für alle

Mit der Integration der Büros der Sozialstation schaffe man einen zentralen Stützpunkt. Rund 50 Mitarbeiter sind in Südlohn beschäftigt, die Räumlichkeiten am Nordwall seien "sehr beengt". Ein "Mehrwert für alle" entstehe. Das Team um Elisabeth Engel habe vor Ort "lange auf diese Entwicklung hingewirkt", lobte Herdering das Engagement in Südlohn. Der stellvertretende Bürgermeister Alois Kahmen begrüßte die "zentrumsnahen Angebote" sehr: "Der demografische Wandel wird weitere Bedarfe schaffen." Im Zuge der Planung war es dem Caritasverband wichtig, örtliche Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen ins Boot zu nehmen. "Das hat vorbildlich geklappt."

Der Caritas-Stützpunkt wird künftig vier Einheiten beherbergen. Im Erdgeschoss befindet sich die Tagespflege für zwölf Gäste. Ebenfalls für die Tagespflege wird ein Fahrzeug zur Verfügung stehen. Das Büro für die allgemeine Beratung soll im Erdgeschoss als Anlaufstelle für Senioren, deren Angehörige und auch Familien dienen. Im Obergeschoss ist das Betreuungs- und Entlastungscafé geplant – besonders abgestimmt auf niederschwellige Angebote für Menschen mit (beginnender) Demenz.

Finanzierung aus vielen Töpfen

Die jetzige Sozialstation am Nordwall wird in drei Büros untergebracht. Die Gesamtkosten betragen rund 961 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt mit Zuschüssen der Deutschen Fernsehlotterie, der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Lotterie Glücksspirale sowie mit Kapitalmarktdarlehen und Eigenmitteln des Caritasverbandes Ahaus/Vreden. 

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