Familienfreundliche Landpartie zieht seit zehn Jahren Radler an

Hüttentour

Mit dem Fahrrad geht es über Feldwege, durch Wohngebiete und Waldstücke. 37,5 Kilometer ist die Strecke durch das idyllische Südlohn und Oeding lang. Die Hüttentour feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen.

SÜDLOHN

, 19.05.2016, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hüttentour durch Südlohn und Oeding, die jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni startet, war vor zehn Jahren das erste Projekt vom Marketing- und Tourismusbüro Somit. Über die Jahre hat es sich als Veranstaltung fest etabliert. Nicht nur bei den Einwohnern und Bürgern der umliegenden Städte, sondern auch bei den Wirten aus dem Ort.

So gehört auch Josef Nagel vom Hotel Nagel fest dazu. Seit 2007 bewirtet er eine Schutzhütte, verköstigt und verwöhnt die Fahrradfahrer, die sich während der Tour eine Pause genehmigen. "Der Tag ist für mich mit viel Arbeit und Organisation verbunden, da muss ich fit sein. Aber es lohnt sich jedes Jahr", erzählt Josef Nagel. Und das kann auch Karin Otto vom Marketing- und Tourismusbüro bestätigen. "Es ist einfach ein Tag, an dem jeder gute Laune hat. Ich selbst fahre die Strecke auch immer mit, alle winken mir zu, haben ein breites Lächeln auf den Lippen", sagt Karin Otto. Im zehnten Jahr konnte sie eine Rekordzahl an Wirten für die Tour gewinnen. Zwölf Wirte stehen an zwölf Hütten verteilt auf der 37,5 Kilometer langen Strecke bereit - mit allerlei Köstlichkeiten.

Kein Anfang, kein Ende

Besondere Aktionen gibt es auf den Fahrradwegen nicht. "Das Schöne an der Hüttentour ist ja, dass die Strecke keinen Anfang und kein Ende hat. Die Leute können ab 11 Uhr da starten und enden, wo sie möchten. Ohne Termindruck", so Karin Otto. Solch ein Erfolgskonzept zu ändern, komme für sie nicht infrage.

Passend zur zehnten Hüttentour wurde allerdings das Gewinnspiel etwas aufgepimpt. Als ersten Preis kann ein E-Bike gewonnen werden, ein BMX-Rad gibt es als zweiten Preis, der dritte Sieger bekommt einen Verzehrgutschein für eines der zwölf Restaurants im Wert von 100 Euro. Insgesamt drei Hütten müssen die Teilnehmer dafür abradeln, auf einer Stempelkarte wird jeder Stopp festgehalten. Am Ende wird dann ausgelost.

Arbeitskreis wächst

Seit dem Start der beliebten Fahrradtour vor zehn Jahren sei der Arbeitskreis "total schön gewachsen", sagt Otto. "Es gab Zeiten, da hat der eine Wirt aus Südlohn nicht mit dem anderen Wirt aus Oeding gesprochen", erzählt Karin Otto. Mittlerweile sehen die Wirte die Tour als eine Imageveranstaltung für die Doppelgemeinde. "Das hat eine enorme Ausstrahlungskraft nach Außen. Die Tour verbindet beide Orte und macht sogar einen kleinen Schlenker ins Nachbarland", erzählen Karin Otto und Josef Nagel. Nicht nur Südlohner und Oedinger sind von der familienfreundlichen und entspannten Fahrradstrecke begeistert. Viele Winterswyker, Stadtlohner und Vredener kommen jedes Jahr. "Sogar Ruhrgebietler hieven ihre Fahrräder aufs Auto und fahren zu uns nach Südlohn", freut sich der Wirt.

Weit über 5000 Leute radeln die Strecke bei gutem Wetter über den Tag verteilt. Damit rechnen die Organisatoren auch in diesem Jahr. Karin Otto, die die Idee für die Hüttentour vor zehn Jahren hatte, ist sich sicher, dass die Tour auch in den folgenden Jahren keinen Abriss finden wird.

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