FDP legt am stärksten zu

Bundestagswahl 2017

Dieses Ergebnis kann die CDU in der Gemeinde nicht begeistern. Die Sektkorken dürften woanders knallen – bei manchen lauter, bei anderen leiser.

SÜDLOHN

, 24.09.2017, 20:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bundestrend hat vor Südlohn nicht halt gemacht. Im Gegenteil: Die CDU hat dort noch stärker verloren als bundesweit. Zwar konnten die Christdemokraten mit 51,6 Prozent der Wählerstimmen immer noch mehr als die Hälfte davon für sich verbuchen. Das Minus gegenüber der Bundestagswahl 2013 fällt mit 9,5 Prozentpunkten jedoch überaus deutlich aus.

Die FDP hingegen kann sich als Gewinner fühlen. Sie hat im Bund die Rückkehr in den Bundestag geschafft, in der Gemeinde Südlohn verbesserte sie ihr Ergebnis sogar um 10,1 Prozentpunkte – das macht einen Anteil an den Zweitwählerstimmen von 16,6 Prozentpunkten aus.

AfD unter fünf Prozent

Der Höhenflug der AfD ist auch an der Gemeinde Südlohn nicht vorbeigegangen. Doch wenn das Ergebnis für die Rechtspopulisten deutschlandweit dem in Südlohn entsprochen hätte, wäre die AfD mit 4,8 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Dennoch bleibt unter dem Strich für sie auch in Südlohn ein Plus von 2,4 Prozentpunkten festzuhalten – eine glatte Verdopplung des Resultats aus dem Jahr 2013.

Der Abwärtstrend der SPD im Bund machte sich in Südlohn mit einem Minus von 2,8 Prozentpunkten bemerkbar. Sie rutschte damit auf 16,7 Prozent, was sie von der erstarkten FDP lediglich einen Zehntelprozentpunkt unterscheidet. Relativ stabil fiel das Ergebnis der Grünen in Südlohn aus mit 4,9 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte), die Linke konnte 1,3 Prozentpunkte hinzugewinnen und landete bei 3,7 Prozent.

Sichere Bank

Wie haben die Kandidaten für den Bundestag selbst in Südlohn abgeschnitten? Für Johannes Röring erwies sich die Gemeinde als sichere Bank. Der CDU-Politiker kam auf 56,9 Prozent. Doch ebenso wie seine Partei musste Röring auch selbst ein Minus hinnehmen. Das fiel mit 7,8 Prozentpunkten etwas geringer aus als das für seine Partei.

Ursula Schulte (SPD) hingegen konnte sich leicht verbessern. 1151 Erststimmen bescherten ihr in der Gemeinde Südlohn einen Anteil von 20,9 Prozent – ein kleines Plus von 1,4 Prozentpunkten und sicherlich auch ein persönliches Kunststück: Sie hat gegen den Trend ihrer Partei punkten können.

FDP-Kandidat punktet

Karlheinz Busen (FDP) hat für die FDP ein herausragendes Plus von 9,1 Prozentpunkten erzielen können: Der Liberale gewann 11,7 Prozent der Erstwählerstimmen.

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